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VfL darf in Aschersleben nicht verlieren

Abstiegsangst – Wulff ist auch als Psychologe gefragt

Handball (jko). Im Kampf um den Regionalliga-Klassenerhalt klammert sich der VfL Hameln an den Strohhalm. Für das Sonnabend-Auswärtsspiel beim HC Aschersleben (19 Uhr) heißt deshalb die Devise: Verlieren verboten. „Schon ein Punkt wäre Gold wert“, sagt Trainer Hajo Wulff, der neben den Langzeitverletzten Dominik Niemeyer und Daniel Treutler vermutlich auch auf den an einer Knieblessur laborierenden Thorben Kanngießer verzichten muss. Die Stimmung in der Mannschaft beschreibt der Chefcoach als „gut, aber in Anbetracht des drohenden Abstiegs auch belastend“. Deshalb ist Wulff in diesen Tagen auch als Psychologe gefragt. Dem jüngsten 42:32-Sieg der HSG Wolfen gegen Habenhausen gewann der 36-Jährige durchaus positive Züge ab: „Wolfen ist zwar damit aus dem Abstiegskampf raus, dafür ist Habenhausen mit 17:37 Zählern jetzt punktgleich mit uns – und wir können noch vorbeiziehen.“

veröffentlicht am 08.05.2009 um 17:13 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

Kämpferisch: VfL-Trainer Hajo Wulff glaubt nach wie vor an den D

Doch die Trauben in Aschersleben hängen verdammt hoch. Schon im Hinspiel bekamen die Hamelner bei der 26:36-Niederlage die spielerische Klasse des Ensembles um Spielertrainer Dimitri Filippov zu spüren. Neben dem ehemaligen russischen Weltmeister und Olympiasieger stehen mit Carsten Kommoß, mit 176/53 Toren auch bester Werfer, Benny Böcker, Ferenc Szam und Ronny Liesche weitere hochkarätige und zweitligaerfahrene Akteure im Kader, so dass die „Alligators“ als Aufsteiger mit hervorragenden 36:18 Punkten nicht von ungefähr auf dem vierten Rang stehen. Der starke Neuling holte aus den letzten drei Spielen 5:1 Punkte. Der HC möchte den VfL schon deshalb aus dem Weg räumen, weil dem Team in der nächsten Saison die Derbys gegen Glinde oder Wolfen angenehmer wären als die weite Reise nach Hameln.

Der Aufsteiger ist in der Abwehr verwundbar

Optimismus schöpft derweil der VfL aus der Tatsache, dass Aschersleben in fremden Hallen stabiler auftritt als in eigener Arena, wo es trotz 18:8 Punkten oft knappe Entscheidungen gab. „Auch Habenhausen hat in Aschersleben gewonnen, warum sollte uns das nicht auch gelingen?“, fragt Wulff, der darauf baut, „dass wir mit unserer aggressiven Deckung den viertbesten Angriff der Liga in den Griff bekommen und uns dann vorne vielleicht leichte Tore gelingen.“ Der HC ist in der Abwehr (835 Gegentore!) sehr verwundbar.



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