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Ein Test: Fußballer Moritz Muschik kommt beim Modern Dance ganz schön ins Schwitzen

90 Minuten harte Arbeit

Hameln. Moritz Muschik ist Fußball-Torhüter und probierte nun einmal aus, was sich so alles im Training beim Modern Dance tut. Sein Fazit nach 90 Minuten: Das ist knallharte Arbeit.

veröffentlicht am 24.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

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Autor:

Moritz Muschik

Hameln. Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten – eine Trainingseinheit beim Modern Dance auch. Aber was ist anstrengender? Mein Job als Torhüter ist zwar manchmal auch nicht ohne, aber so geschwitzt wie diesmal habe ich schon lange nicht mehr. Von wegen ein bisschen Ballett, das ist knallharte Arbeit. Ich stehe im Gymnastikraum des Zentrums für Hochschulsport in Hannover. Als einer von drei jungen Männern, die Erfahrungen beim Modern Dance sammeln wollen. Modern Dance ist eine Mischung aus Ballett, Ausdruckstanz und Fitness. In der Kombination eigentlich genau das, was meinem Hobby als Fußballer widerspricht. Denn die vielen Jahre als Torhüter haben meine Beweglichkeit nicht gerade gefördert. Mir wird das bei den Dehnübungen schnell und vor allem schmerzhaft bewusst. Wir sind 18 Mädels, drei Jungs – und Tanzlehrerin Yvonne. Sie ist ganz in Schwarz gekleidet, trägt Ballettschuhe und einen Dutt. Das passt irgendwie ins Bild. Für sie ist Modern Dance „eine Mischung aus Mathe und Poesie“. Na gut, weder Rechnen noch Gedichte schreiben ist wirklich mein Ding. Aber ich versuche, mich darauf einzulassen. Von außen wirkt die Sportart vielleicht einfach, aber ich komme während der 90 Minuten ganz schön in Fahrt. Der Schweiß fließt in Strömen– und das liegt gewiss nicht nur an der Temperatur im warmen Gymnastikraum. Modern Dance ist für einen Laien wie mich wesentlich anspruchsvoller als damals der Tanzkurs während meiner Schulzeit. Und der ist mittlerweile auch schon fünf Jahre her. Es läuft durchgängig Musik. Sie ist sehr rhythmisch und klingt wie Latin Dance. Einer meiner männlichen Mitstreiter ist Lenny. Seine Bewegungen wirken fließend, sein Blick ist überzeugend und ausdrucksstark. Er kann das, schließlich war er vorher schon im Showdance aktiv. Ich versuche, ebenso leichtfüßig zu sein, bekomme das aber nicht hin. Zu einem Song hat die Gruppe eine Choreografie eingeübt. Da soll ich nun einfach mal mitmachen. Yvonne tanzt die Abläufe vor – alles vor dem großen Spiegel. Dann geht’s los. Sprünge wechseln sich mit Drehungen auf dem Boden und Tanzschritten ab. Ich probiere, halbwegs im Tempo zu bleiben und die Elemente zu imitieren. Imitieren ist wohl auch das richtige Wort. Denn einen Plan von den Bewegungsabläufen habe ich nicht und bin auch erleichtert, als die „Choreo“ vorbei ist. Wenigstens bin ich in die richtige Richtung getanzt. Ist doch auch was. So oder so: Spaß gemacht hat es mir trotzdem.

Balance halten und auf einem Bein stehen: Auch für einen Torhüter keine einfache Angelegenheit.

Koordination und Ausdruck ist beim Modern Dance alles – und die richtige Haltung wird dann im großen Spiegel überprüft.

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