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Bittere Niederlage in Stadtoldendorf

30:32! War das der Hamelner K.o. im Titelkampf?

Handball. Ausgerechnet ein Ex-Hamelner ballerte den VfL gestern Abend aus allen Titelträumen. Dominik Niemeyer traf vor über 500 Zuschauern elf Mal für den TV 87 Stadtoldendorf und hatte entscheidenden Anteil, dass der VfL mit 30:32 (16:11) als Verlierer die Heimreise antreten musste. Während die Hamelner teilweise Tränen in den Augen hatten, feierten die Hausherren den für sie so wichtigen Derby-Sieg im Abstiegskampf überschwänglich.

veröffentlicht am 21.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:21 Uhr

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„Wir brauchten dringend die Punkte, deshalb konnten wir keine Geschenke verteilen. Hameln tut mir sogar ein bisschen leid, aber so haben wir in der nächsten Saison wieder zwei schöne Derbys“, atmete Niemeyer tief durch und ist sich jetzt sicher, „dass wir drin bleiben.“

Hamelns Trainer Hajo Wulff war stinksauer und sprach nach der unnötigen Pleite klare Worte: „Das war’s jetzt. Wir können Lehrte zur Meisterschaft gratulieren und für die Oberliga planen.“ Bis zur 37. Minute führte der VfL mit 19:14 und hatte die Sache eigentlich im Griff. Eigentlich, denn was danach passierte, lässt sich getrost unter der Rubrik „Unglaublich“ einordnen. Binnen fünf Minuten verdaddelten die in eine gewisse Schlafmützigkeit verfallenen Hamelner nicht nur den klaren Vorsprung, sondern gerieten erstmals mit 19:20 in Rückstand. Das aus den Fugen geratene Match ließ sich danach nicht mehr kitten. Es wurde nicht mehr gedeckt, es wurde nicht mehr gespielt, jeder nahm sich seine Würfe wie er meinte. „Anstatt mit Vollgas weiterzuspielen, geben wir einen sicheren Vorsprung mal eben locker aus der Hand und kommen dann nicht mehr ins Spiel rein“, schimpfte Wulff. Der Cheftrainer wollte es auch nicht als Entschuldigung gelten lassen, dass Routinier Christian Raddatz kurzfristig aus privaten Gründen passen musste. „Hier hat jeder den Anspruch Oberliga-Spieler zu sein. Dann sollen sie mir das auch zeigen.“ Völlig geknickt war nach dem Abpfiff Jannis Pille. Wie schon in Lehrte reichten seine zehn Treffer nicht zum Erfolg. Zudem passte es ins Bild, dass der VfL erneut drei Siebenmeter liegen ließ.

VfL Hameln: Treuthardt, Rosenthal; Pille (10), Hylmar (4), Höltje (4/2), Krings (4/3), Heemann (3), Schubert (3), Glatz (1), Meier (1), Clausing, Wick, Emmel.



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