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Ablösesumme ist für Hundertmark aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein

25 000 Euro! Buchtmann lässt Tünderns leere Kasse klingeln

Fußball. Christopher Buchtmann lässt beim HSC BW Tündern die leere Kasse klingeln! Der Verein kassierte für den Junioren-Nationalspieler, der im vergangenen Jahr U17-Europameister wurde, eine stolze Ablösesumme in Höhe von 25 000 Euro vom FC Liverpool. Bei den „Reds“ unterschrieb der Aerzener, der zukünftig für den FC Fulham auflaufen wird, seinen ersten Profivertrag.

veröffentlicht am 02.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:26 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Die „Schwalben“ hatten das Glück, mit dem heute 17-Jährigen ein vielversprechendes Talent in ihren Reihen gehabt zu haben, das nach seinem kurzen Intermezzo in Tündern von einem europäischen Top-Klub verpflichtet wurde. Der Wechsel zum Champions-League-Sieger von 2005 bescherte den Blau-Weißen einen willkommenen Geldsegen. Ob es auch von seinem neuen Klub, dem FC Fulham, eine Ausbildungsentschädigung geben wird, steht laut Marc Dühring, der sein Amt als stellvertretender Vorsitzender vor wenigen Tagen bei der Jahresversammlung in die Hände von Ulrich Rogmann übergab, noch nicht fest: „Das ist jetzt Sache meines Nachfolgers.“ Das Thema sei kompliziert: „Nachdem Christopher in Liverpool einen Profivertrag unterschrieben hatte, mussten wir umgehend unsere Ansprüche beim DFB anmelden. Hätten wir damals zu lange gewartet, hätten wir keinen Cent bekommen.“ In Zeiten leerer Haushaltskassen wäre es fahrlässig gewesen, wenn einem Verein so eine hohe Summe wegen Unwissenheit durch die Lappen ginge. Die Finanzspritze kam laut Vereinschef Fred Hundertmark genau zum richtigen Zeitpunkt: „Das Geld können wir gut gebrauchen!“ Der 519 Mitglieder zählende Verein, der jährlich eine fünfstellige Summe in die vorbildliche Jugendarbeit investiert, ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. „Die 25 000 Euro sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir müssen uns fragen, ob wir uns die teure Jugendarbeit auf Dauer überhaupt noch leisten können“, so Hundertmark. Ihm ist es ein Dorn im Auge, dass ehemalige BW-Kicker wie Hilker, Belka, Kowalski, Sfalanga, Günzel und Hau, die in Tündern für viel Geld ausgebildet wurden, den Verein zum Nulltarif verlassen konnten: „Wenn das Schule macht, macht die Talentförderung für uns keinen Sinn mehr!“



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