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Fußball: Vor einem Jahr standen viele Rasenplätze unter Wasser – jetzt sind sie durch die Hitze knüppelhart

2017 zu nass – 2018 zu trocken

HAMELN-PYRMONT. Nach der wochenlangen Hitzewelle brauchen die Fußballplätze dringend Wasser. Rückblick: Vor einem Jahr standen in Hameln-Pyrmont viele Rasenplätze unter Wasser. Wegen sintflutartiger Regenfälle fielen bereits im Sommer die ersten Fußballspiele aus – das Problem zog sich durch die gesamte Saison.

veröffentlicht am 31.07.2018 um 14:40 Uhr

Im Sommer 2017 standen viele Fußballplätze unter Wasser, 2018 sind die Rasenplätze durch die Hitzewelle ausgetrocknet. Fotos: awa(4)/jab
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Die Fußballer machten drei Kreuze, als im Juni die Saison endlich vorbei war. Die Rückrunde war für die Spieler und Trainer aufgrund des Nachholspielmarathons mit vielen englischen Wochen schon fast eine Qual. Zwischenzeitlich wurde sogar darüber diskutiert, die Fußball-Saison zu verlängern. Denn aufgrund der Flut an Spielausfällen wurden die Termine für die Nachholspiele knapp. Die Amateurkicker mussten bis zu vier Spiele in acht Tagen absolvieren: sonntags, dienstags, donnerstags und dann wieder sonntags. „Das ist verantwortungslos“, schimpfte Lachems Trainer Tarik Önelcin. Durch die zu geringe Regenerationszeit steige das Verletzungsrisiko. Das dürfte auch ein Grund für die Verletzungsmisere in der Rückrunde gewesen sein, denn den Hobby-Fußballern auf Kreis- und Bezirksebene wurde ein noch härteres Programm zugemutet als den Bundesliga-Profis.

„Ende Oktober haben wir bereits gemerkt, dass die Saison Probleme macht“, blickt beim Kreisfußball-Verband der Vorsitzende des Spielausschusses, Henrik Wustrack, auf die vergangene Spielzeit zurück. Es ist kaum ein Jahr her, da fielen die ersten Fußballspiele aus. Und das im Sommer. Die Misere, die sich durch die ganze Saison zog, fing mit dem Aprilwetter im Juli an: Viel Regen, starker Wind, dazu Blitz und Donner. Der Sommer 2017 war ein gefühlter Herbst – mit dunken Wolken und wenig Sonnenschein. Durch die teilweise sintflutartigen Regenfälle standen viele Fußball-Plätze in der Region unter Wasser. Kreisligist VfB Hemeringen, um ein Beispiel zu nennen, konnte bis zur Winterpause nur zehn Punktspiele absolvieren. Erschwerend kam hinzu, dass es in Hemeringen kein Flutlicht gibt, um in der Woche abends Nachholspiele austragen zu können. Und auch in Salzhemmendorf fiel zwischenzeitlich fast jedes Heimspiel aus, weil der vom Regen total aufgeweichte Rasen unbespielbar war. Vereine, die keinen Kunstrasenplatz für das Training und den Spielbetrieb zur Verfügung haben, hatten schlechte Karten und mussten Punktspiele en masse absagen und verlegen. Die Folge war ein Terminchaos, das es in der Hameln-Pyrmonter Fußball-Geschichte wohl noch nie zuvor gab.

Während es vor einem Jahr zu viel regnete, regnet es in diesem Sommer zu wenig. Die Fußballplätze in der Region brauchen nach der wochenlangen Hitzewelle dringend Wasser, aber woher? Der Zustand der Hamelner Kampfbahn, wo Landesligist Blau-Weiß Tündern die Heimspiele austrägt, ist laut Teammanager Manfred Lentge „katastrophal“: „Der Platz ist total vertrocknet, knüppelhart und löchrig.“ Auch die anderen Fußballplätze in der Region haben unter der wochenlangen Hitze und Trockenheit mächtig gelitten. Vor allem, wenn die Plätze nicht gewässert werden – wie in Flegessen. „Der Rasen braucht viel Wasser, sonst verbrennt er – und davon würde er sich nicht erholen“, sagt der SGF-Vorsitzende Karsten Gelhaar. Einfallsreichtum hat der VfB Eimbeckhausen bewiesen und die Ortsfeuerwehr zu einem Übungsabend auf den Sportplatz eingeladen – dabei hat der Rasen laut Eimbeck-hausens Vereinschef Peter Dahlschen ordentlich Wasser bekommen: „Aber damit es was bringt, müsste man das viel öfter machen.“ aro/jab



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