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07-Kapitän Tarak bedankt sich für geschenkten Elfer

Hameln (aro). Die Uhr tickte im Sekundentakt weiter, obwohl die 90 Spielminuten schon längst abgelaufen waren. Zu diesem Zeitpunkt führte Preußen Hameln zwar mit 2:0 gegen Eintracht Nordhorn. Aber entschieden war die Partie, die der Oberliga-Dritte am Ende mit 3:1 (1:0) gewann, noch nicht.

veröffentlicht am 18.10.2009 um 19:37 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

Hameln (aro). Die Uhr tickte im Sekundentakt weiter, obwohl die 90 Spielminuten schon längst abgelaufen waren. Zu diesem Zeitpunkt führte Preußen Hameln zwar mit 2:0 gegen Eintracht Nordhorn. Aber entschieden war die Partie, die der Oberliga-Dritte am Ende mit 3:1 (1:0) gewann, noch nicht.
 In der achtminütigen Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst erzielte Temelkov (90.+1) den Anschlusstreffer. Dann sah der etwas übermotiviert wirkende Torschütze nach einem Frustfoul an Boateng Rot.
 Damit nicht genug: Quasi mit dem Schlusspfiff machte der eingewechselte Meyer, der den Ball über den herauslaufenden Torwart Lange zum 3:1 (90.+8) ins leere Tor köpfte, den Sack zu. „Das ist ein geiles Gefühl“, schwärmte Meyer, der sein kurzes Comeback mit seinem ersten Saisontreffer krönte.
 Der Knackpunkt war laut Eintracht-Trainer Lajci der „unberechtigte Elfmeter“, den auch 07-Coach Oswald nicht gegeben hätte. Nach einem Zweikampf zwischen Rattelsdorfer und Belka zeigte Schiedsrichter Ihle (Hannover) auf den Elfmeterpunkt.  Das Geschenk nahm Kapitän Tarak, der den Strafstoß sicher zum 1:0 (25.) verwandelte, dankend an. Kurz zuvor hatte 07 Glück, als Klimke einen Milosevic-Kopfball von der Torlinie kratzte. Bis dahin war Nordhorn harmlos.
 Nach dem 2:0 (70.) durch Boateng sahen die Preußen, die das ganze Spiel über von dem neu gegründeten Fanklub lautstark angefeuert wurden, wie die sicheren Sieger aus. Doch in der letzen Viertelstunde wendete sich plötzlich das Blatt: Zweimal stand 07-Torwart Pyka im Mittelpunkt, der unter anderem einen Thueroff-Schuss an die Latte lenkte. Pech hatte der Nordhorner Kaplan, der nur den Außenpfosten traf.
 Oswald war mit seiner Elf zufrieden: „Wir haben ein Super-Spiel gemacht. Das war eine Steigerung um 200 Prozent.“ Nur Hasani, der bereits in der ersten Hälfte ausgewechselt wurde, erwischte einen rabenschwarzen Tag.

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