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Preußen will Gläubigern einen außergerichtlichen Vergleich anbieten / Etat für nächste Saison steht

07 braucht Schluck aus der Sponsoren-Pulle

Von Andreas Rosslan

veröffentlicht am 10.06.2010 um 18:53 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

Fußball. Springt Preußen Hameln 07 dem Tod noch einmal von der Schippe? Nach dem ersten Gespräch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Rainer Eckert kann Preußen-Chef Roman von Alvensleben zwar noch keine Entwarnung geben: „Aber wir sind auf einem guten Weg. Der Etat für die nächste Saison ist auf jeden Fall gesichert“, blickt von Alvensleben nach der Sitzung im Büro des Fachanwalts für Insolvenzrecht, das direkt neben der AWD-Arena über der Geschäftsstelle von Hannover 96 ist, optimistisch in die Zukunft. Ob es gelingt, die Insolvenz des hoch verschuldeten Hamelner Traditionsklubs abzuwenden, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch ungewiss. Das wird sich wohl erst in den nächsten Wochen entscheiden. Die Kuh ist also noch lange nicht vom Eis.

Der Klub, der so gut wie pleite ist, braucht noch einen kräftigen Schluck aus der Sponsoren-Pulle, um so einen Neuanfang überhaupt möglich zu machen. „Wir wollen kein Strohfeuer entfachen, sondern den Verein auf wirtschaftlich gesunde Füße stellen. Preußen 07 soll schließlich kein Fass ohne Boden werden“, betont von Alvensleben, der mit den Gläubigern einen außergerichtlichen Vergleich anstrebt. Allerdings ist man hierbei auf Gönner angewiesen, die bereit sind, Geld in die Hand zu nehmen und den chronisch klammen Preußen noch einmal finanziell unter die Arme greifen. In der Vereinskasse ist nämlich Ebbe. Um den Gläubigern überhaupt einen Vergleich anbieten zu können, benötigt der Verein voraussichtlich eine fünfstellige Summe. Die genaue Höhe hängt von den Schulden ab, die noch nicht exakt zu beziffern sind.

Nach Auskunft des beim Anwaltsbüro zuständigen Sachbearbeiters Michael Schütte wird die Liste der Gläubiger und deren Forderungen, die in den nächsten Tagen vorliegen soll, vom Vereinsvorstand gerade aktualisiert. Einige Gläubiger sollen bereits auf ihre Forderungen verzichtet haben. Wenn die Liste vorliegt, dann geht die Arbeit für den vorläufigen Insolvenzverwalter und sein Team erst richtig los. „Es müssen viele Gespräche mit Gläubigern geführt und Überzeugungsarbeit geleistet werden“, so Schütte. Gemeinsam mit dem Vereinsvorstand werde in Kürze bei einem Sponsorentreffen versucht, einen Betrag einzuwerben, um die angestrebten Vergleiche mit den Gläubigern erfüllen zu können. Sollte das nicht gelingen, droht 07 das Aus. So weit soll es aber nicht kommen. Der Traditionsklub soll möglichst erhalten bleiben. Was die nächste Saison angeht, wurden die Weichen bereits gestellt. Preußen plant in der Landesliga mit einem Etat in Höhe von 50 000 Euro. Der Löwenanteil werde durch Sponsorengelder finanziert, die durch laufende Verträge gesichert sind.



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