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Fluch oder Segen? Das sagen die Trainer zur neuen Drei-Punkte-Wertung im Volleyball

Zwei Punkte sind nicht mehr die Regel

Hameln-Pyrmont. Zwei Punkte sind im Volleyball nicht mehr die Regel, denn von der Bundesliga bis in die Kreisliga wird zum Saisonstart die Drei-Punkte-Wertung eingeführt.

veröffentlicht am 21.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Die Zeiten, in denen es für die Gewinner 2:0 und die Verlierer 0:2 Punkte gab und bei Punktgleichheit das Satz- und Ballverhältnis zählte, gehören der Vergangenheit an. Wer ein Spiel 3:0 oder 3:1 gewinnt, bekommt ab sofort drei Punkte. Für einen knappen 3:2-Sieg erhält der Gewinner „nur“ zwei Punkte und der Verlierer dafür noch einen. Wenn zwei Teams in der Tabelle punktgleich sind, entscheidet die Anzahl der gewonnenen Spiele über die Platzierung. Neu ist auch, dass der Satzquotient und der Ballquotient als weiteres Kriterium herangezogen werden. Und was halten die heimischen Volleyballtrainer von der umstrittenen Regeländerung? „Ich finde das gar nicht so schlecht“, sagt TC-Trainer Miroslaw Warchol, der mit Hamelns Landesliga-Herren heute (16.30 Uhr) in Hiddestorf in die neue Saison startet. Warchol erinnert sich daran, dass vor einigen Jahren die Volleyballerinnen des TC abgestiegen sind, „weil wir viele Spiele im Tiebreak verloren haben“. Hätte es damals die Drei-Punkte-Regel schon gegeben, „hätten wir vermutlich den Klassenerhalt geschaft“. Ähnlich sieht es auch Hastenbecks Trainer Hans-Jürgen Bock, der vergangene Saison mit den Frauen des SVH den Klassenerhalt in der Landesliga erst in der Relegation perfekt machte: „Die Relegation wäre uns mit der neuen Regel vielleicht erspart geblieben.“ Die Hastenbeckerinnen, die heute (15 Uhr) mit dem Derby in Bad Münder die neue Saison starten, hätten einige Punkte mehr auf dem Konto gehabt. Dass es für den 2:3-Verlierer einen Punkt gibt, findet auch Bad Pyrmonts Trainerin Martina Nöltker, die mit den MTV-Girls heute (15 Uhr) in Lehrte zu Gast ist, „ganz gut“, weil eine Mannschaft, die im fünften Satz unglücklich mit 13:15 verliert, nicht mit ganz leeren Händen dasteht. Hamelns ehemaliger Coach Robert Nitschke, der sich als Trainer zurzeit eine Auszeit gönnt, hält von der neuen Wertung dagegen nichts, „weil junge Spieler, die noch nicht so gut sind, kaum noch spielen werden. Ich gehe davon aus, dass viele Trainer weniger wechseln werden, weil sie nur ungern auf den dritten Punkt verzichten“.



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