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Volleyball: Trainer Lars Dörbaum will mit dem VfBHW Hameln in der Landesliga bestehen

„Old Boys“ ohne Angst: Rein ins Abenteuer-Land

HAMELN. Das Abenteuerland ruft. Auf die „Old Boys“ des VfBHW Hameln wartet jetzt genau die richtige Herausforderung. Als Aufsteiger greift das Team um Spielertrainer Lars Dörbaum zum ersten Mal in das Geschehen der Landesliga ein. Am 15. September mit zwei Heimspielen gegen Bothfeld und Hildesheim II.

veröffentlicht am 21.08.2018 um 15:18 Uhr

Aufschlag für die neue Saison: VfBHW-Spielertrianer Lars Dörbaum. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Und um dann allen zu zeigen, was so eine geballte Ladung Routine im Volleyball noch alles zu bieten hat. Die reife Crew des VfBHW bringt es immerhin auf stolze 677 Jahre und ist damit vielleicht die älteste Mannschaft in Deutschland, wenn nicht sogar auf dem Globus, die noch aktiv am Punktspielbetrieb teilnimmt.

In diesem Fall erstmals als Aufsteiger in die Landesliga Niedersachsen. Hätte aber alles auch schon früher passieren können, doch im Vorjahr fehlte dem Team um Spielertrainer Lars Dörbaum noch ein bisschen der Mut und die Vision, um nach der souveränen Meisterschaft in der Bezirksliga sportlich auch den nächsten Schritt zu machen. Und so wurde auf den Aufstieg verzichtet. Das kam diesmal aber nicht mehr in Frage.

Nach dem zweiten Titelgewinn in Folge überwog dann aber doch noch die große Lust am Wagnis Aufstieg gegenüber der Angst vor einer möglichen Niederlagenserie. Im Überschwang gehen die „Golden Oldies“ des VfBHW Hameln, von denen die meisten schon mindestens ihren vierten oder fünften Frühling am Netz feiern, aber gewiss nicht an den Start. Wohl wissend, dass Liga-Neulinge oft gleich wieder den Fahrstuhl nach unten nahmen. Zuletzt vorgemacht vom TC Hameln.

Nur ein Kurzintermezzo soll es dann aber doch nicht werden, der Klassenerhalt muss es schon sein. Trainer Dörbaum erklärt auch, wie das laufen könnte. „Zwar können wir die Leistungsstärke in der Landesliga nicht genau einschätzen. Unser Team bringt aber einerseits die individuelle Erfahrung eines jeden Einzelnen mit, andererseits hat sich die Zusammensetzung der Mannschaft in den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert. Ich würde uns als äußerst eingespielt und homogen charakterisieren“, weiß der Coach um die Stärken des Aufsteigers. Bereits seit Ende der Sommerferien feilt er nun intensiv an der Mannschafts- und Einzeltaktik und bringt seinen um Martin Möller (39) vom FC Flegessen-Hasperde verstärkten Kader in die nötige Form für die anspruchsvollen Aufgaben, die ab dem 15. September angegangen werden müssen. Zum Saison-Auftakt stellen sich dann der TuS Bothfeld 04 und der MTV 48 Hildesheim II in der kleinen Sporthalle an der Wilhelm-Busch-Straße vor. Gleich eine erste Standortbestimmung für die Mannen von „Team-Methusalem“ Hartwig Unterberg (58) bis hin zum „Nesthäkchen“ Tim Giffhorn (28). Aber nicht nur die Gegner sind völlig neu, auch die Entfernungen zum Teil wesentlich weiter als zu Bezirksliga-Zeiten. Jetzt müssen auch Sporthallen in Göttingen, Northeim und Hannover ins Navi eingegeben werden, nur die Touren in den Hildesheimer Raum sind kein Neuland für den VfBHW Hameln. Hier ändert sich dafür aber die Spielstärke der Mannschaften. Wenn aber einer weiß, wie Baggern, Pritschen und Schmettern geht, dann sind das wohl die „Old Boys“. Auch die Landesliga wird das schnell merken.



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