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Volleyball: SC Bad Münder, SV Hastenbeck und TSG Emmerthal gründen Spielgemeinschaft

„Die Verträge sind unterschrieben“

HAMELN-PYRMONT. Die Verträge sind unterschrieben: Im Frauen-Volleyball gründen der SC Bad Münder, SV Hastenbeck und die TSG Emmerthal eine Spielgemeinschaft, die unter dem Namen „Weserbergland Volleys“ in die neue Saison starten wird.

veröffentlicht am 06.07.2018 um 13:49 Uhr
aktualisiert am 06.07.2018 um 14:30 Uhr

Die Volleyballerinnen des SC Bad Münder, SV Hastenbeck und der TSG Emmerthal starten im kommenden Spieljahr als Spielgemeinschaft unter dem Namen „Weserbergland Volleys“. Fotos: awa
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Der neue Spielplan für die Volleyball-Landesliga und Bezirksliga der Frauen ist schon wieder Makulatur. Der Grund: Der SC Bad Münder, SV Hastenbeck und die TSG Emmerthal haben eine Spielgemeinschaft gegründet und gehen ab der neuen Saison unter dem Namen „Weserbergland Volleys“ mit jeweils einer Mannschaft in der Landes- und Bezirksliga an den Start. Das heißt: Statt vier Frauenteams wird es nur noch zwei geben. Ursprünglich hatten Bad Münder und Hastenbeck I für die Landesliga gemeldet, Emmerthal und Hastenbeck II für Bezirksliga. Doch die Personalnot war so groß, dass sich die Volleyball-Abteilungen dazu entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsame Sache zu machen.

Alle drei Vereine hatten bis dato mit einem Mangel an Spielerinnen zu kämpfen.

André Guddack, Trainer der Weserbergland Volleys

„Die Verträge sind unterschrieben“, sagt Bad Münders Trainer André Guddack, der zusammen mit Laura-Ann Schmidt (Hastenbeck) und Robert Glaser (Emmerthal) die Landesligamannschaft der Weserbergland Volleys coachen wird. Seiner Meinung nach führte an der Gründung einer Spielgemeinschaft kein Weg vorbei: „Uns blieb nichts anderes übrig. Alle drei Vereine hatten bis dato mit einem akuten Mangel an Spielerinnen zu kämpfen. Und auch der Volleyball-Nachwuchs ist in der Umgebung leider eher rar. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde nach einigen Gesprächen zwischen den Vereinen als logische Konsequenz der Zusammenschluss initiiert. Es bringt ja nichts, wenn wir uns gegenseitig die Spielerinnen abwerben“, begründet Guddack die Entscheidung.

Die Idee sei bereits Anfang des Jahres geboren worden – in einem Gespräch zwischen ihm und Robert Glaser. „Wir haben uns dann im April mit Laura-Ann Schmidt und Hans-Jürgen Bock vom SV Hastenbeck an einen Tisch gesetzt und alles besprochen.“ Danach ging alles ziemlich schnell, denn schon seit Mitte April trainieren die Spielerinnen der drei Vereine schon gemeinsam. Die Erste unter der Regie des Trainer-Trios Guddack, Schmidt und Glaser. Die Zweite trainert Hans-Jürgen Bock, der in der vergangenen Saison mit Hastenbeck II als Meister in die Bezirksliga aufstieg.

„Beide Mannschaften haben einen breiten Kader. Das ist zumindest schon einmal eine gute Voraussetzung für eine möglichst erfolgreiche Saison“, sagt Guddack. Das Ziel sei, oben mitzuspielen und mittelfristig aufzusteigen. Um als Mannschaft zusammenzuwachsen und den Teamgeist zu stärken, stehen ab September die ersten gemeinsamen Vorbereitungsturniere an. Auch die Heimspielfrage ist geklärt: Die Landesliga-Mannschaft soll in Bad Münder und Emmerthal spielen, die Bezirksliga-Mannschaft in Hastenbeck. So ist es jedenfalls geplant.

Die Gründung der Spielgemeinschaft ist für Guddack erst der erste Schritt, denn neben dem SC Bad Münder, SV Hastenbeck und der TSG Emmerthal sollen im zweiten Schritt weitere Vereine mit ins Boot geholt werden – wie zum Beispiel der TC Hameln, Blau-Weiß Salzhemmendorf, Eintracht Afferde oder TSV Klein Berkel. „Wir werden mit ihnen nach Saisonbeginn Gespräche führen und fragen, ob sie Interesse haben“, so Guddack. Der dritte Schritt sei, die Spielgemeinschaft im Frauen-Volleyball auch auf die Mädchenmannschaften auszuweiten, um die Jugendarbeit zu bündeln und zu stärken. „Wenn wir etwas erreichen wollen, geht es nur gemeinsam“, betont der B-Lizenz-Trainer, der auch selbst noch aktiv Volleyball spielt – beim Landesligaaufsteiger VfBHW Hameln.

Mein Standpunkt
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Von Andreas Rosslan

Es gibt Pro und Contra, aber die Gründung einer Spielgemeinschaft im Frauen-Volleyball ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Zwei Probleme löst die SG aber nicht: Es gibt immer weniger Mädchen und Jungen die Volleyball spielen - und zu wenig Trainer.



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