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Personalnot in Bad Pyrmont: Drei Spielerinnen verlassen das Volleyball-Team / Wie geht es weiter?

Die fetten Jahre sind beim MTV erst mal vorbei

sieben magere folgen. Die Volleyballerinnen des MTV Bad Pyrmont blicken zwar erst auf fünf erfolgreiche Spielzeiten zurück, doch momentan deutet vieles darauf hin, dass schon jetzt in der Kurstadt kleinere Brötchen gebacken werden müssen.

veröffentlicht am 13.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

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Autor:

Klaus FryeNach sieben fetten Jahren sollen bekanntlich

Nach dem souveränen Oberliga-Aufstieg in der Saison 2010/11 erfüllte die jüngste Mannschaft der vierten Liga unter Coach Frank Hörster mit dem vierten Tabellenplatz das angepeilte Saisonziel ohne Probleme. Doch die deuten sich bereits eine Woche nach dem Saisonende für die kommende Spielzeit an. „Leider gibt es derzeit nicht viel Positives zu berichten“, musste Abteilungsleiterin Martina Nöltker zugeben. Denn aus dem Spielerkarussell werden drei Leistungsträgerinnen aussteigen. Junioren-Nationalspielerin Friederike Meyer wechselt (wir berichteten) schon im Sommer ins Volleyball-Internat nach Münster, Svenja Bergmann wird den MTV aus Studiengründen verlassen, und auf Marit Hölscher wartet spätestens ab Oktober ein halbjähriges Auslandssemester.

Frank Hörster, der zum Saisonstart als Nachfolger des langjährigen Erfolgstrainers Horst Dristram über Nacht aus dem Hut gezaubert wurde, signalisierte trotz der Abgänge durchaus Bereitschaft, weiter das Oberligateam zu trainieren: „Ich würde gern in Bad Pyrmont weitermachen. Trotz der fast 100 Kilometer Hin- und Rückfahrt.“ Doch dafür gilt es, erst mal die nötigen Grundlagen zu schaffen. Für Abteilungsleiterin Martina Nöltker könnte das zu einem wahren Hochseil-Akt werden. Ihr ist klar, dass nicht nur der Rest der Mannschaft um Mannschaftsführerin Annabell Loges für die kommende Saison gehalten werden muss, sondern auch neue Spielerinnen für die Oberliga-Truppe angeheuert werden müssen. „Gute Volleyballerinnen in der heimischen Region zu finden, wird schwierig. Deshalb müssen wir über die Landesgrenze nach Westfalen schauen,“ sagte Nöltker. Vielleicht kann da ja Frank Hörster, der in Bad Salzuflen wohnt, seine guten Beziehungen spielen lassen.

Momentan plant die Volleyball-Chefin eine weitere Saison in der Oberliga fest ein: „Nur wenn alle Stricke reißen, werden wir uns in die Verbandsliga zurückziehen.“ Was die Zukunft für die Volleyball-Damen tatsächlich bringen wird, ist derzeit also völlig offen. „In den kommenden zwei, drei Wochen werden wir viele Gespräche führen und dann genau wissen, wohin der Weg geht,“ so Nöltker, die vom MTV-Vorsitzenden Detlef Briese volle Rückendeckung bekommt. „Wir werden alles dafür tun, damit die Herausforderung Oberliga erneut in Angriff genommen werden kann“, lautet seine klare Aussage.



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