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Hamelner Junioren-Nationalspieler muss sich zwischen zwei U21-Weltmeisterschaften entscheiden

Darum steckt Bergmann in der WM-Zwickmühle

Sein Vorbild ist Ricardo Santos. Der Brasilianer zählt als Olympiasieger und Weltmeister zu den besten Beachvolleyballern der Welt. Von einer Profikarriere träumt Philipp Arne Bergmann aber nicht, obwohl der 20-jährige Hamelner als Junioren-Nationalspieler durchaus das Zeug dazu hätte.

veröffentlicht am 09.06.2011 um 18:26 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:01 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Sein Vorbild ist Ricardo Santos. Der Brasilianer zählt als Olympiasieger und Weltmeister zu den besten Beachvolleyballern der Welt. Von einer Profikarriere träumt Philipp Arne Bergmann aber nicht, obwohl der 20-jährige Hamelner als Junioren-Nationalspieler durchaus das Zeug dazu hätte. Der 1,97 Meter große Bergmann ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Riesentalent, sein Jurastudium will er für seine Volleyballkarriere aber auf gar keinen Fall aufgeben. Vor einem Jahr wechselte der Diagonalspieler, der vor zwei Jahren mit Benjamin Dollhofer bei der U19-Beach-WM in Alanya (Türkei) Neunter wurde, vom Zweitligisten TSV Giesen zum Zurich Team des VC Olympia Berlin in die Bundesliga. „Dort spielt die komplette Junioren-Nationalmannschaft“, sagt Bergmann, der im Winter die Bundesliga-Saison in der Halle eigentlich nur nutzen wollte, um sich für die Beachvolleyball-Saison im Sommer fit zu machen. Doch für ihn lief es besser als erwartet. Mit der U21-Nationalmannschaft löste Bergmann das Ticket für die Junioren-Weltmeisterschaft im August in Brasilien. Das war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Nach zwei 3:2-Zittersiegen gegen Estland und Griechenland gab es in Spergau im letzten Spiel des Turniers ein „Finale“ gegen Italien, das an Spannung und Dramatik kaum zu toppen war. „Uns war klar, dass wir gegen Italien auf gar keinen Fall verlieren dürfen. Eine Niederlage hätte für beide Teams gleichzeitig das Aus bedeutet.“ Deutschland gewann vor 560 Zuschauern, die die Halle in Spergau in einen Hexenkessel verwandelten, den Volleyball-Krimi mit 15:9 im Tiebreak. „Die Stimmung war unglaublich. Das war Gänsehaut pur“, schwärmt Bergmann. Nachdem der Matchball verwandelt wurde, lagen sich die Deutschen freudetrunken in den Armen. Das große Ziel wurde erreicht. Jetzt steckt Bergmann in der Zwickmühle: „Ich muss mich entscheiden, ob ich die Hallen-WM in Brasilien oder die Beach-WM in Kanada spiele. Beides geht nicht.“



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