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Klein Berkels Volleyballer zahlen als Aufsteiger in der Bezirksliga noch Lehrgeld

Aufbruchstimmung trotz Fehlstart

Klein Berkel. „Der Siegeswille ist da – die Begeisterung auch. Was uns fehlt, ist die Cleverness, um eingespielten Mannschaften Paroli zu bieten“, so das Fazit von Helmut Nagel, seit gut einem halben Jahr Spielertrainer der Volleyball-Herren des TSV Klein Berkel/Wangelist. Mit null Punkten und nur einem gewonnenen Satz sind seine Jungs nach dem dritten Spieltag Schlusslicht der Bezirksliga und werden die Rote Laterne vermutlich auch nicht so schnell wieder abgeben.

veröffentlicht am 15.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:33 Uhr

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Trotz des Fehlstarts herrscht ungebremste Aufbruchstimmung bei der jüngsten TSV- Sparte, die sich vor zehn Jahren erstmals dem Spiel am hohen Netz hingab. „Leider sind wir bis zum Vorjahr nie über den Hobbystatus hinweggekommen, hatten keinerlei Ambitionen auf Punktspiele“, so Spartenleiter Vitalij Schorich. Erst als es gelang, den „volleyballbesessenen“ Nagel für sich zu gewinnen, änderte sich das Bild. Erstmals wurde ein Herrenteam für die Kreisliga gemeldet und auf Anhieb sogar die Meisterschaft errungen. Dass dem Neuling nach dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga ein härterer Wind ins Gesicht blasen würde, war allen klar. Zwar wurde das Training fortan auf zwei Abende ausgedehnt, um wenigstens den Hauch einer Chance zu haben, das hielt man aus beruflichen Gründen allerdings nicht lange durch. So trifft man sich wie früher nur noch montags von 20 bis 22 Uhr in der Sporthalle an der Schulstraße. Doch das ist für diese Klasse einfach zu wenig, um eine schlagkräftige Mannschaft zu formen und mit ihr erfolgbringende Spielzüge einzuüben. Ein weiteres Handicap ist die dünne personelle Decke beim TSV. „Mit maximal zehn Spielern befinden wir uns am unteren Limit. Wenn dann noch Ferien sind wie jetzt, sind wir froh, wenn noch sechs Spieler für die Punktspiele übrig bleiben“, macht Schorich auf die Misere aufmerksam. Allerdings ist er guter Hoffnung, dass sich noch Mitspieler finden, „weil es bei uns nicht nur einen tollen Altersmix von 20 bis 60 Jahren gibt, sondern sich auch eine tolle Kameradschaft entwickelt hat, in der sich jeder Neuling auf Anhieb wohlfühlt“. Da keine Herrenmannschaft ohne Nachwuchs existieren kann, hat man sich auch nach Verjüngung umgeschaut und ist fündig geworden. Obwohl er sich bereits um die Herren- und parallel dazu existierende Damenmannschaft kümmert, hat sich Helmut Nagel auch diesem Team angenommen. Einen besseren Trainer könnten diese kaum finden, hat der 59-jährige Ex-Gymnasiallehrer und heutige Versicherungsagent doch alle „Volleyballfelder“ durchlaufen. Vom Spieler über Schiedsrichter bis hin zum Oberligatrainer. Das ist auch der Grund dafür, dass sich viele seiner Schüler aufgrund seiner guten Aufbauarbeit später meist in höheren Klassen wiedergefunden haben.



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