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Ehemaliger Drittliga-Fußballer von 07 und Hessisch Oldendorf stirbt mit 61 Jahren

Trauer um Reinhard „Gento“ Loges

Er war einer der schnellsten Fußballer, die jemals in der Amateur-Oberliga Nord für Preußen Hameln und den TuS Hessisch Oldendorf gespielt haben. Nur ganz wenige Abwehrspieler konnten Reinhard Loges stoppen.

veröffentlicht am 26.12.2017 um 11:37 Uhr

Reinhard Loges (61 ). nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Meistens sahen sie jedoch nur seine Hacken. Doch nun wurde „Gento“, wie er auch dank seiner enormen Dribbelstärke in Anlehnung an die Real-Legende Francisco Gento genannt wurde, jäh aus dem Leben gerissen. Der überaus sympathische und stets faire Sportsmann starb mit 61 Jahren kurz vor Weihnachten an einem Herzinfarkt. Es war bereits sein Zweiter. Den ersten erlitt er vor einiger Zeit, hatte sich von diesem Schicksalsschlag aber scheinbar erholt. Eine trügerische Hoffnung.

Loges hinterlässt seine Ehefrau Gabriele, mit der er 27 Jahre verheiratet war, Sohn Christoffer – und eine große Schar trauriger Freunde und Fans seiner unvergessenen Fußballkünste.

Der Stürmer begann seine Karriere in seinem Geburtsort Lügde beim TuS Westfälische Eiche und wechselte dann im Alter von 18 Jahren zum damaligen Bezirksligisten TSV Elbrinxen. Sein großes Talent hatte sich schnell herumgesprochen und so wurde auch der damalige Amateur-Oberligist Preußen 07 auf ihn aufmerksam. Reinhard Loges trug dann ab der Saison 1977/78 für drei Jahre das Hamelner Trikot und absolvierte in dieser Zeit als Stammspieler 82 Einsätze.

Der Stürmer erzielte zwar nur sieben Tore, bereitete dafür aber unzählige Treffer vor. Eine große Gabe, die ihn auch später beim TuS Hessisch Oldendorf auszeichnete. In der Saison 1980/81 zog es ihn zum damaligen Viertligisten, mit dem er schon ein Jahr später ins norddeutsche Oberhaus aufstieg und hier 83 Einsätze mit 11 Toren vorweisen konnte. Dem TuS hielt er noch bis Anfang der 1990er trotz einiger sportlichen Rückschläge die Treue und wechselte dann ins Trainergeschäft.

Reinhard Loges coachte in der Folgezeit die SSG Halvestorf und die SpVgg. Bad Pyrmont, die meiste Zeit an der Außenlinie verbrachte er aber beim TSV Elbrinxen. Zeitweise als Spielertrainer. Dort wurde er anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums sogar zum „Fußballer des Jahrhunderts“ gewählt. Auch hier hinterlässt er eine große Lücke.

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