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Fußball: Preussen-Manager Kierakowitz angeblich als sportlicher Leiter in Bad Pyrmont im Gespräch

Läuft da was?

HAMELN-PYRMONT. Läuft da was? Seit Tagen kursiert in der heimischen Fußball-Szene hartnäckig das Gerücht, dass Toni Kierakowitz neuer sportlicher Leiter bei der SpVgg. Bad Pyrmont wird.

veröffentlicht am 11.11.2017 um 00:00 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Der Manager des FC Preussen Hameln 07, der in der Bezirksliga-Staffel 3 zurzeit in akuter Abstiegsgefahr schwebt, soll angeblich der Nachfolger von Dominic Palmer werden, der Ende Oktober den Landesligisten Bad Pyrmont nach nur 228 Tagen schon wieder verlassen hat.

Vom Anforderungsprofil würde Kierakowitz, der beruflich als Spielerberater tätig ist und unter anderem den ehemaligen 07-Coach Alexander Kiene (zuletzt TSV Havelse) betreut, wohl ideal in das Konzept und zu den ehrgeizigen Zielen der Pyrmonter passen. Der 31-Jährige kennt sich nicht nur in der heimischen Fußball-Szene aus, sondern hat auch gute Kontakte zu Fußballern, die bereits in höheren Ligen gespielt haben. Dem Preussen-Manager ist es unter anderem gelungen, mit Sebastian Latowski einen ehemaligen Regionalligaspieler zu 07 zu lotsen. Und das, obwohl der zurzeit verletzte 07-Torjäger (elf Saisontreffer) auch interessante Angebote anderer Klubs gehabt haben soll – unter anderem war Latowski auch als Neuzugang in Bad Pyrmont im Gespräch. Wie jetzt Kierakowitz selbst. Doch der Preussen-Manager dementierte prompt, als er von der Dewezet-Sportredaktion auf das Gerücht angesprochen wurde: „Da ist nichts dran. Nullkommanichts!“, versicherte Kierakowitz.

Da ist nichts dran. Nullkommanichts!

Toni Kierakowitz, Manager des FC Preussen Hameln 07

Es gab weder Kontakt zu Pyrmonts Vereinschef Lars Diedrichs noch ein Angebot der SpVgg., stellt der 07-Manager klar. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich Preussen nicht im Stich lassen würde, nur weil es momentan echt schlecht für uns läuft.“ Der Verein und die Mannschaft seien ihm in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen. „Das Projekt, das ich 2014 hier bei Preussen begonnen habe, ist noch lange nicht zu Ende.“ Trotz der aktuellen Misere hat Kierakowitz sein ehrgeiziges Ziel noch nicht ad acta gelegt: Der Manager will 07 mittelfristig in die Fußball-Oberliga zurückführen. Und um diese Vision nicht aus den Augen zu verlieren, ist für ihn in dieser Bezirksliga-Saison der Klassenerhalt ein Muss. Mit nur neun Punkten aus 13 Spielen steht Preussen als Tabellen-14. zurzeit auf einem Abstiegsplatz. „Wir müssen uns irgendwie in die Winterpause retten und höllisch aufpassen, dass wir bis dahin nicht den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze verlieren.“ Das wird aber schon fast zur „Mission Impossible“, denn die personelle Situation wird bei 07 immer prekärer. Im Vergleich zur 0:3-Derbypleite gegen Halvestorf drohen am Sonntag (14 Uhr) mit Daniel Hake (Urlaub), Maximilian Magerkurth, Sönke Wyrwoll, Felix Quindt (alle gesperrt), Özkan Ünsal, Sebastian Schmidt und Waldemar Starostin (alle verletzt) sieben Spieler aus der Startelf beim Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen auszufallen. Und dazu noch Torjäger Sebastian Latowski (Muskelbündelriss) und voraussichtlich auch Torwart Frederik Quindt, der sich seit Wochen mit einer Nasennebenhöhlenentzündung herumplagt. „So eine Seuchen-Saison habe ich noch nicht erlebt. Wir konnten erst ein einziges Mal mit unserer besten Elf spielen“ – und das war am ersten Spieltag beim 3:2-Heimsieg gegen Landesliga-Absteiger FC Lehrte. Danach wechselte die Startelf durch Verletzungen, Sperren, Urlaub und Beruf von Spiel zu Spiel.

Die vielen Ausfälle konnte der Preussen-Kader nicht verkraften, deshalb steht für den 07-Manager fest, „dass wir uns in der Winterpause noch einmal verstärken müssen“. Kierakowitz plant fünf Winter-Transfers. Die ersten Gespäche mit möglichen Neuzugängen habe er bereits geführt, spruchreif sei aber noch nichts. Und auch in der Trainerfrage besteht nach der nicht enden wollenden Sieglos-Serie und der zuletzt erschreckend schwachen Leistung der Preussen bei der 0:3-Derbypleite gegen Halvestorf Handlungsbedarf. Kierakowitz schloss zumindest nicht aus, „dass wir uns noch einmal Gedanken über einen Trainer machen“. Denn unter dem bisher erfolglosen Interimsduo Ansgar Stelzer und Gaetano Bartolillo blieb die erhoffte Wende bisher aus.

Information

14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga

VfL Borsum – Germania Hagen (Sa., 14 Uhr): Eine Niederlage dürfen sich die Germanen im Keller-Duell nicht erlauben, wenn sie den Nicht- Abstiegsplatz verteidigen wollen. Denn die punktgleichen Borsumer stehen zurzeit direkt hinter Hagen auf dem Relegationsplatz. Deshalb fordert Hagens Coach Eldar Zahirovic drei Punkte: „Ein Unentschieden hilft uns nicht weiter.“


MTSV Aerzen – Eintracht Afferde (So., 15 Uhr): Das Bezirksliga-Derby wurde zwar am Freitag noch nicht offiziell abgesagt. Aber Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe hat kaum Hoffnung, dass die Partie gegen den Tabellenführer Afferde am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen wird: „Wir würden gerne spielen, keine Frage. Aber wenn es weiter regnen sollte, wird das Spiel mit Sicherheit ausfallen. Die Wettervorhersage macht wenig Hoffnung.“


FC Springe – SSG Halvestorf (So., 14 Uhr): Das Keller-Duell gegen Schlusslicht FC Springe ist für die Halvestorfer ein sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel“, denn beide Teams trennt in der Tabelle nur ein einziger Punkt. Die SSG, die erst neun Spiele absolviert hat und als Tabellen-13. mit neun Punkten zurzeit auf dem Relegationsplatz steht, könnte sich mit einem Sieg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen.


SV Lachem – SV Gehrden (So., 14 Uhr): Es sieht nicht gut aus. Wenn es weiter regnen sollte, wird Lachems Heimspiel am Sonntag wohl ausfallen. Weil der Rasen vom Regen total aufgeweicht ist, war in den vergangenen Tagen kein Training möglich. Und auch die Wettervorhersage gibt keinen Anlass zur Hoffnung. Mit einem Spielausfall könnte Trainer Tarik Önelcin gut leben. Er hat sich die Nase gebrochen und muss operiert werden.aro

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