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Handball: Hamelns Torhüter Kovacs beim 28:26-Sieg auf den Spuren von Wieland Schmidt

Hier fliegt Zsolt wie „Willi“

HAMELN. Keiner fliegt schöner als „Willi“, hieß es früher. Denn was der ehemalige Weltklasse-Torhüter Wieland Schmidt einst an diversen akrobatischen Paraden im Programm hatte, war schon die reinste Augenweide. Doch nun hat die ehemalige Hamelner Ikone einen legitimen Nachfolger gefunden: Zsolt Kovacs.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 16:51 Uhr
aktualisiert am 05.11.2017 um 19:10 Uhr

Hielt den Sieg gegen Burgdorf III fest: Zsolt Kovacs, der „Flieger“ im Tor des Handball-Oberligisten VfL Hameln. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Der zeigte nun auf der kleinen Handball-Bühne in der Oberliga, dass er genauso artistisch durch die Lüfte fliegen kann. So geschehen beim 26:24 (13:11)-Sieg des VfL gegen Burgdorf III.

Zu einer großen Nummer wurde das Duell gegen die abgezockten Routiniers aus Burgdorf aber nicht. Nicht nur weil sich Linkshänder Sebastian Maczka kurz vor dem Abpfiff eine schmerzhafte Verstauchung des Daumens zuzog und nun wohl einige Spiele ausfällt. Vollauf zufrieden konnte hingegen Daniel Maczka mit seiner Leistung sein. Der „Bufti“ war mit fünf Treffern Hamelns bester Mann im Rückraum. Ansonsten entwickelte sich die Begegnung vor 300 Zuschauern nicht unbedingt zu einem sportlichen Leckerbissen. „Das war sicher nicht schön anzuschauen. Aber wir haben uns den Sieg erkämpft“, lautete das Fazit von Trainer Frank Huchzermeier. „Mit den beiden Punkten bin ich zufrieden. Aber nicht mir dem Spiel.“ Denn das war schon vor der Pause recht zerfahren. Der VfL lag zwar ständig in Führung, doch so richtig absetzen konnte sich der Vizemeister der vergangenen Saison nicht. Pille und Co. hatten reichlich Fehlversuche und zu viele Ballverluste. „Zur Pause hätten wir schon deutlich höher müssen“, bemängelte der Trainer. Die Gäste ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Sie verschleppten das Tempo, standen kompakt in der Abwehr und ließen Angriffe über die erste und zweite Welle kaum zu. Und als die Burgdorfer Mitte der zweiten Halbzeit zum 18:18 trafen, wackelte der VfL gewaltig. Doch Huchzermeier nahm im richtigen Zeitpunkt eine Auszeit, und der VfL hielt gegen. Als Jannis Pille 90 Sekunden vor dem Abpfiff zum 24:21 traf, war der Sieg in trockenen Tüchern und das Punktekonto wieder ausgeglichen.
VfL Hameln: Kovacs, Heisterhagen – Brodhage (3), Glatz (2/1), Jürgens (3), Künzler, Henke (3), Höltje, Heemann (3), D. Maczka (5), Jasper Pille (2), Jannis Pille (3), Dohme, S. Maczka (2)

Lang ist’s her: Wieland Schmidt war einer der weltbesten Torhüter seinens Fachs. Foto: Archiv
  • Lang ist’s her: Wieland Schmidt war einer der weltbesten Torhüter seinens Fachs. Foto: Archiv

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