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Beachvolleyball: Nach DM-Silber liegt der Fokus von Bergmann und Harms auf Olympia-Qualifikation

Achterbahnfahrt Richtung Tokio?

TIMMENDORFER STRAND. Die Hamelner Beachvolleyball-Profis Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms haben nach DM-Silber das nächste Ziel im Visier: Die Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio.

veröffentlicht am 03.09.2018 um 15:45 Uhr

Beim Aufschlag: Philipp Arne Bergmann (TC Hameln). Foto: Hoch Zwei
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Yannick Harms muss in den sauren Apfel beißen: Vor dem Finale der deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand hatte der Hamelner Beachvolleyball-Nationalspieler mit seinem WG-Partner Julius Thole gewettet, dass der Verlierer das Bad putzen muss. „Das wollte ich natürlich vermeiden. Das hat mir Extra-Motivation gegeben“, scherzte Thole, der sein DM-Debüt an der Seite von Clemens Wickler mit Gold krönte.

Der Titelgewinn war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Den ersten Satz (21:17) gewannen die Hamelner Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms, den zweiten Satz (12:21) Thole/Wickler. Im Tiebreak war die Partie bis zum Schluss völlig offen. Beim Stand von 15:15 fehlten beiden Teams nur zwei Punkte zum Titelgewinn. Aber am Ende jubelten Thole und Wickler, die den vierten Matchball zum 15:17 verwandelten und durch den Turniersieg Bergmann/Harms als Nummer eins der deutschen Teamrangliste ablösten.

Die Enttäuschung war den Hamelner Beachvolleyball-Profis direkt nach dem knapp verlorenen Endspielkrimi ins Gesicht geschrieben, auch wenn der Gewinn der Silbermedaille der bisher größte Erfolg von Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms auf der Deutschland-Tour ist. „So nah waren wir noch nie an der Deutschen Meisterschaft. Der Sieg war drin. Mit dem Vizemeistertitel haben wir nach unseren drei Titeln auf der deutschen Tour nun auch in Timmendorf nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Vorjahr gezeigt, dass es weiter nach oben geht. Daran werden wir jetzt weiter arbeiten“, kündigte Bergmann an.

Das ehrgeizige Ziel der Hamelner ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das wissen auch Bergmann und Harms. Die Bilanz in ihrer ersten Saison als Nationalduo fällt trotz der drei Turniersiege auf der Deutschland-Tour in Düsseldorf, Nürnberg und Zinnowitz und DM-Silber bisher gemischt aus: „Das Einzige, was beständig war, war das Auf und Ab. Es war eine reine Achterbahnfahrt“, sagt Bergmann. Vor allem auf der World Tour musste das Rattenfänger-Duo des TC Hameln, das bei Turnieren oft früh oder sogar schon in der Qualifikation ausschied, noch viel Lehrgeld bezahlen.


Auf und Abs – aber die Entwicklung stimmt

Ihren ersten und bisher einzigen Turniersieg auf der World Tour feierten Bergmann/Harms beim Ein-Stern-Turnier im Oman, wo allerdings keine internationale Top-Teams am Start waren. Beim Drei-Sterne-Turnier in Tokio (Japan) haben Bergmann und Harms als Vierte eine Medaille knapp verpasst. Auch der neunte Platz beim Vier-Sterne-Turnier in Brasilien war ein gutes Ergebnis. Ein Erfolg war auch die Qualifikation für die Europameisterschaft, auch wenn für die Hamelner mehr als Platz 17 drin war. Dass die Ergebnisse noch inkonstant sind, ist bei einem Team, das zum ersten Mal auf der World Tour unterwegs ist, ist laut Sportdirektor Niclas Hildebrand „völlig normal“.

Die Entwicklung von Bergmann und Harms, die seit dieser Saison bei unter Cheftrainer Martin Olejnak und Herren-Bundestrainer Eric Koreng am Olympiastützpunkt in Hamburg trainieren, stimmt. Um den Sprung in die Weltspitze zu schaffen, fehlt dem TC-Duo noch einiges. Ein Beleg dafür ist das Fünf-Sterne-Turnier in Gstaad, wo die Hamelner im Hauptfeld gegen die Topteams aus den USA und Italien die Grenzen aufgezeigt bekamen. Fest steht: Wenn Bergmann und Harms die Olympia-Qualifikation schaffen wollen, muss der nächste Schritt folgen: Für 2019 sind in der Weltrangliste die Top 25 das Zwischenziel. 2020 soll es möglichst Richtung Top 15 gehen.



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