weather-image
Tischtennis: Salzhemmendorfer Damen stürmen als Bezirksoberliga-Aufsteiger auf Platz zwei

„Wir genießen den Moment“

SALZHEMMENDORF. Die Tischtennisfrauen von Blau-Weiß Salzhemmendorf überwintern als Bezirksoberliga-Aufsteiger auf Platz zwei. Damit hatte vor Saisonbeginn wohl niemand gerechnet.

veröffentlicht am 19.12.2018 um 00:00 Uhr

Das Salzhemmendorfer Erfolgsquintett: Anja McKillip, Sabine Liemant, Jutta Titze, Katharina Brandt-Dringenberg und Gerlinde Ganz (v.l.). Foto: nls

Autor:

Martina Emmert
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wir genießen einfach den Moment“, hat es Spitzenspielerin Katharina Brandt-Dringenberg vom SV BW Salzhemmendorf auf den Punkt gebracht. Die Damen kredenzten sich als Aufsteiger in die Tischtennis-Bezirksoberliga völlig überraschend die Vizeherbstmeisterschaft mit 14:4 Zählern. Neuland betraten die Blau-Weißen nicht, denn das Aushängeschild der Sparte spielte schon elf Jahre lang in dieser Liga, stieg erst 2016/17 in die Bezirksliga ab.

„An unserer Grundeinstellung, jeder Erfolg zählt gegen den Abstieg, hat sich eigentlich immer noch nichts geändert. Sollten wir aber tatsächlich am Saisonende noch Tabellenzweiter sein, dann werden wir auch an der Aufstiegsrelegation teilnehmen“, erklärt die Mannschaftsführerin. Das Comeback kurbelte Neuzugang Anja McKillip an, die in der zweiten Saison für den SV besser und besser wird. „Anja war für uns ein echter Glücksfall, die Chemie stimmte auf Anhieb“, betont Brandt-Dringenberg.

McKillip begann beim TuS Hasede mit dem Tischtennis, wechselte zum TTS Borsum in die Landesliga. Doch dann wurde Chicago im Bundesstaat Illinois ihre zweite Heimat. „Dort lernte sie auch ihren Mann kennen, mit dem sie inzwischen zwei Kinder hat. Vor dreieinhalb Jahren kam die ganze Familie nach Deutschland und wohnt nun in Lauenstein. „Über Mund-zu-Mund-Propaganda wurde Anja auf uns aufmerksam. Ihre ausgezeichneten Anlagen waren gleich beim ersten Training zu erkennen, doch die Spielpause war lang. Mit zunehmender Matchpraxis wird unsere Nummer vier vor allem bei ihren Offensivaktionen nun immer sicherer“, berichtet Brandt-Dringenberg. Der frische Wind erweckte auch den Trainingseifer bei den Kolleginnen und davon profitierte auch Jutta Titze an Position zwei. Sie kam erst im Erwachsenenbereich zum Sport mit dem kleinen Zelluloidball, ist aber durch ihren Noppenbelag auf der Rückhand und ihrem Schnitt bei den Gegnerinnen gefürchtet. „Auch ich habe mir geschworen, ich spiele mit Jutta, nämlich im Doppel, aber nicht gegen sie“, so Brandt-Dringenberg.

Gerlinde Ganz, genannt „Linda“ tritt als Nummer drei an. „Sie besitzt ein absolut feines Händchen, einfach eine Allrounderin“, sagt die Führungsspielerin. Komplettiert wird das Team durch Sabine Liemant, die auch seit Jahrzehnten dem Tischtennissport verbunden ist. Für personelle Engpässe steht Kerstin Zühlke parat. Da die Mannschaft bislang von Krankheits- und Verletzungspech verschont blieb, musste davon noch kein Gebrauch gemacht werden.

Leitfigur und Leistungsträgerin ist aber Brandt-Dringenberg, die seit ihrem 11. Lebensjahr aktiv ist. Erst im August 2018 durfte die 43-Jährige zusammen mit Titze nach dem unerwarteten Finalsieg beim Zweier-Mannschaftsturnier in Borstel jubeln. „Das Niveau war hoch und der ganze Tag total anstrengend. Aber uns glückten im Endspiel noch so unglaublich starke Bälle. Das war cool“, so Brandt-Dringenberg, die ihre kontinuierlich gute Form einer Philosophie verschrieben hat. „Wir haben eine unglaublich tolle Gemeinschaft, es macht Spaß, und es herrscht immer gute Laune. In der Regel laden wir unsere Gäste hinterher noch zu Snacks ein, natürlich unabhängig vom Ergebnis“, sagt die Kreisranglistengewinnerin von 2004, die sich seit einem Jahr an der Seite von Abteilungsleiter Lars Treu, als Stellvertreterin in der Vorstandsarbeit einbringt. „Wir befinden uns in der Sparte in Aufbruchstimmung, wollen sie zu neuem Leben erwecken und bauen perspektiv den Jugendbereich auf. Jeder Jugendliche ist montags von 18 bis 19.30 Uhr gern bei uns zum Schnuppertraining gesehen.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt