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Tünderns Eigengewächs über die Ziele beim Tischtennis-Oberligisten und die Konkurrenz

Herr Rose, ist diesmal der Aufstieg drin?

Tündern. Der TSV Schwalbe Tündern ist im Moment noch der einzige Verein in der Region Hameln-Pyrmont, der mit der Tischtennis-Oberliga der Herren eine recht anspruchsvolle Spielklasse anbietet. Zum Team gehört auch Eigengewächs Jannik Rose. Die sportlichen Ziele der 18-jährigen Nummer sechs, die gerade eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen hat, sind für die Saison 2013/14 mit dem Aufstieg in die Regionalliga ehrgeizig gesteckt.

veröffentlicht am 28.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

Wie hat sich bei Ihnen die Vorliebe für diese Sportart und das Niveau für die hohe Spielklasse entwickelt?

Ich bin jetzt schon seit 13 Jahren dabei. Das Interesse am Tischtennis hat mein Vater Andreas bei mir geweckt, der selbst aktiv und inzwischen Abteilungsleiter ist. Nachdem sich bei mir ein gewisses Ballgefühl bemerkbar machte, wollte ich Turniere spielen und an Lehrgängen teilnehmen. Mein großes Vorbild wurde dann Dimitrij Ovtcharov, der bekanntlich zur Nummer sechs in der Welt aufgestiegen ist. Von ihm übernahmen wir des Öfteren die eine oder andere konstruktive Trainingseinheit. Auf die Bleiweste haben wir allerdings verzichtet, weil ich noch im Wachstum war.

Einige Zeit trainierten Sie sogar im Kader des niedersächsischen Verbandes. Warum zogen Sie überraschend einen Schlussstrich unter diese Phase?

Wir investierten viel Zeit für die Fahrten nach Hannover zum Stützpunkt, und zwei, drei Jahre machte ich auch gute Fortschritte. Bei den B-Schülern lief es dann nicht optimal, bei Ranglisten und Meisterschaften brachte ich nicht die erhofften Ergebnisse. Statt mich verstärkt zu fördern, wurde ich zum Sparringspartner abgestempelt. Dafür war uns der Aufwand zu groß. Seitdem arbeite ich mit meinem Vater und das klappt auch prima. Mein zweiter Platz bei der Landesmeisterschaft der Jungen 2012, als ich auch gegen Kaderspieler gewann, beweist, dass der Schritt richtig war.

In der Saison 2012/13 belegten Sie mit der Mannschaft, nach der Herbstmeisterschaft, den zweiten Platz in der Oberligatabelle, der Aufstieg in die Regionalliga schlug in der Relegation fehl. Nach einer 9:5-Bilanz in der Hinrunde erspielten Sie sich eine 3:10-Serie in der zweiten Saisonhälfte. Ziehen Sie sich den Schuh an, dass das Vorhaben durch Sie nicht realisiert werden konnte?

Selbstverständlich war ich sehr enttäuscht, dass es nicht rund lief, zumal ich ja auch schon im mittleren Paarkreuz gespielt hatte. Ich führe diese Misere auf unseren Umzug in der Serie zuvor zurück. Durch verschiedene Umstände in diesem Zeitraum, auch privater Natur, blieb einfach die Zeit weg. Und natürlich schwand mein Selbstvertrauen mit jedem Spiel, das ich in Folge abgab. Für die bevorstehende Saison bin ich aber optimistisch, das wird mir nicht mehr passieren. Ich hoffe, dass ich mich in kritischen Phasen dann auch wieder auf meine fest durchgezogene Rückhand verlassen kann, die eine Stärke von mir ist.

Im zweiten Versuch soll nun der Sprung in die Regionalliga geschafft werden. Warum könnte es diesmal klappen?

Mit Florian Buch haben wir eine zweitligaerfahrene Nummer eins gewonnen. Da unser gesamtes Team nun aus der Region kommt, können und haben wir auch schon oft alle gemeinsam intensiv trainiert. Die Tipps von Buch sind dabei sehr wertvoll. Unser bisheriger Spitzenspieler Martin Bouska reiste immer nur zu den Punktspielen aus Tschechien an.

Wie sieht der Saisonstart aus, und welches sollten die größten Konkurrenten sein?

Unser Auftakt ist am 1. September gegen den MTV Jever und die Woche darauf beim TSV Lunestedt gewohntermaßen hammerhart. Wir sind gefordert, endlich unseren Mythos zu begraben, dass wir spät in die Strümpfe kommen. Mit einem guten Beginn könnten wir uns bei der Konkurrenz Respekt verschaffen, und entsprechender Rückenwind hat uns schon immer zu einer Topleistung beflügelt. Zum Glück spielen wir gegen Jever diesmal zu Hause, denn an das 6:9 aus der Saison 2012/13 wollen wir nicht erinnert werden. Ob uns der VfL Westercelle noch mit seiner jungen Mannschaft gefährlich werden kann, hängt davon ab, ob der Ex-Tünderaner Sascha Nimtz auf der Spitzenposition antritt. Er soll nicht immer zur Verfügung stehen.

Worauf freuen Sie sich in der bevorstehenden Saison?

Erst einmal freue ich mich generell darauf, dass es endlich wieder losgeht und wir unseren Fans spannenden und attraktiven Sport bieten können. Außerdem verstehen wir uns innerhalb der Truppe einfach super, sodass alle mit viel Spaß dabei sind.

Interview: Martina Emmert



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