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Rudolf Poludniok sagt dem Behinderten-Tischtennis Servus / Auch Ehefrau Jutta hört auf

Er brachte es bis zum Nationalspieler

HAMELN. Es ist vorbei. Nach einer langen Zeit von 17 Jahren im Behindertensport, die einst beim BSB Braunschweig begann, sagt Rudolf Poludniok vom VfL Hameln nun leise Servus. Gilt auch für Ehefrau Jutta, die aber weiterhin ebenso wie ihr Gatte ihre Aufgaben beim VfL erfüllen wird.

veröffentlicht am 02.08.2018 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 02.08.2018 um 17:47 Uhr

Pokale gab es genug: Jutta und Rudolf Poludniok. Foto: nls

Autor:

Martina Emmert
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„Aufgrund meiner Einschränkungen in beiden Knien konnte ich damals in der Wertungsklasse 9 starten. Nach erfolgreicher Teilnahme an diversen Meisterschaften, mittlerweile spielte ich in der Klasse 8, wurde die Nationaltrainerin auf mich aufmerksam“, erinnert sich Poludniok. Lehrgänge in Kienbaum und Düsseldorf folgten. 2003 wurde dann beim TSV Thiede die Sparte Behindertensport eingegliedert, und damit fiel auch der Startschuss für Jutta Poludniok. Beim ersten gemeinsamen Auftritt holten das Duo auf Anhieb Gold im Mixed. Im März 2003 trug Poludniok zudem auch erstmals das National-Trikot beim Weltranglistenturnier in Polen. „Als erster Nationalspieler Niedersachsens gewann ich Bronze und im April in Tschechien ebenfalls. Im Juni durfte ich in Kroatien beim Einmarsch sogar die Deutsche Fahne tragen“, lässt Poludniok die schönen Momente noch einmal Revue passieren. In dieser Phase war er immerhin die Nummer 14 der Welt, Nummer 11 in Europa und belegte in Deutschland die Top-Position. „2004 wurden mir aufgrund akuter Schmerzen beide Knie durch Implantate ersetzt. Nach entsprechendem Aufbautraining konnte ich meine Karriere, durch die verbesserte Beweglichkeit in der Wertungsklasse AB fortsetzen“, erläutert „Rudi“, wie er liebevoll gerufen wird. Vor allem die Mixed-Konkurrenzen, bei denen es das Ehepaar auf zehn Meisterschaften brachte, hatten einen ganz hohen Stellenwert.

Jutta gewann zudem fünf Einzel- und fünf Doppeltitel. Rudolf siegte sogar zehn Mal im Einzel sowie zwölf Mal im Doppel. „Die letzten drei Jahre sind wir im Mixed ungeschlagen, das sehen wir als guten Abschluss unserer Erfolgsgeschichte. Wir sind jetzt in einem Alter, in dem wir mehr an die Gesundheit denken müssen. Tischtennis wird auch in Zukunft ein Teil unseres Lebens sein, aber in eingeschränkter Form“, gibt Jutta Poludinok Einblicke.



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