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Friedel, Jörg, Kristina und Nadine – drei Generationen der Bartlings haben das gleiche Hobby

Die Tischtennis-Familie

HAMELN-PYRMONT. Die Bartlings vom HSC BW Tündern und TC Hameln kommen in der Addition auf insgesamt 156 Jahre und geben dabei ein schönes Beispiel dafür ab, dass drei Generationen von einem gemeinsamen Hobby begeistert sein können. Ihre große Liebe gehört dem Tischtennis.

veröffentlicht am 12.06.2019 um 17:37 Uhr

Eine Familie – ein Hobby: Jörg Bartling, seine beiden Töchter Kristina und Nadine sowie sein Vater Friedel lieben Tischtennis. Foto: kr

Autor:

Martina Emmert
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Der Sport ist Dreh- und Angelpunkt von Friedel (79), Jörg (47) und seinen beiden Töchtern Kristina (16) sowie Nadine (14).

Nicht selten treten Kinder zwar in die sportlichen Fußstapfen ihrer Eltern, diese Aussage trifft bei den Bartlings aber nur zum Teil zu. Den Stein ins Rollen brachte Jörg. „Ich kam durch Ludwig Franz und Willi Merten zum Tischtennis, und mittlerweile spiele ich seit 31 Jahren in Mannschaften beim HSC. Ich begann in der 3. Kreisklasse der Männer und kämpfte mich hoch in die 1. Bezirksklasse. In jeder Spielklasse feierte ich irgendwann die Meisterschaft“, erklärt er. Davon ließ sich irgendwann auch Friedel Bartling anstecken. Allerdings erst im fortgeschrittenen Alter von 50 Jahren. Auch er begann seine aktive Karriere beim HSC. „Mein Vater war früher Landwirt und hatte berufsbedingt im Winter mehr Zeit. Tischtennis war ein guter Ausgleich, und er brachte sich alles selbst bei“, sagt Jörg Bartling.

Seine beiden talentierten Töchter Kristina und Nadine spielen gemeinsam in der Bezirksliga der Mädchen, gewannen zudem schon mehrmals Ranglisten und Kreismeisterschaften in den jeweiligen Altersklassen. Seit 2018 gehört Kristina zum Kader der dritten Frauen-Mannschaft des HSC in der Kreisliga. „Sie durfte auch schon in der Frauen-Bezirks- und Landesliga aushelfen“, so Vater Jörg Bartling. Die Mädchen trainierten auch beim TC Hameln, dem aktuellen Verein von Nadine. „Nadine spielt dort in der Jungen-Kreisliga. Allerdings ausschließlich mit Mädchen in einem Team. Zudem in der Frauen-Bezirksklasse“, erklärt ihr Vater. Und als Tabellendritter bei den Jugendlichen, punktgleich mit dem Zweitplatzierten TSV Hachmühlen II, brachte Nadine so manchen Jungen ins Schwitzen und überzeugte im vorderen Paarkreuz mit einer 19:9-Bilanz.

In der gerade abgeschlossenen Saison wurde zwei Familien-Mitgliedern zudem noch ein ganz besonderes Erlebnis zuteil. „Mein Vater Friedel und seine Enkelin Kristina traten im Punktspiel der 2. Kreisklasse der Männer gegen den TSV Klein Berkel im Doppel gemeinsam an. Nach einem langen Kampf mussten sie sich nur knapp im fünften Satz geschlagen geben“, hob Jörg Bartling hervor. Und selbstverständlich gab auch schon so manche Anekdote Anlass zum Schmunzeln. „Mein Vater hatte gerade seine Punktspielkarriere gestartet, da musste er spontan in unserer ersten Männer-Mannschaft in Elze Ersatz spielen. Die damalige Nummer eins forderte ihn mit den Worten heraus: „Ich laufe nackig durch Elze, wenn du dein Spiel gewinnst“. Und Friedel stand auch kurz vor einem Sieg. „Leider oder vielleicht glücklicherweise war das gesamte Spiel kurz vorher schon beendet“, erinnert sich Jörg Bartling.

Bei der SG Haverbeck II staunte man in diesem Jahr auch nicht schlecht, wer zum Rückspiel in der 2. Männer-Kreisklasse gegen den HSC III die Halle betrat. „Das Team hatte eine Krankheitswelle erwischt. Es waren nur noch zwei Spieler fit“, so Jörg Bartling. Aus der Not wurde zwar nicht unbedingt eine Tugend, denn die Partie ging 3:9 verloren, aber kurzerhand sprangen vier Frauen ein. Mit dabei auch Kristina Bartling, die immerhin ihr Einzel gegen Holger Steinhoff mit 3:1 gewann.

In all den Jahren war dem Quartett kein Einsatz und Mühe für ihren geliebten Sport zu viel. So auch 1996 als das gemeinsame Wohnhaus gerade umgebaut wurde. „Ich saß abends bei Arbeiten auf dem Dach, als mich unser Mannschaftsführer Willi Merten anrief und mich fragte, ob ich in 45 Minuten in Hessisch Oldendorf antreten könne, da kurzfristig jemand ausgefallen sei. Ich ließ alles liegen und war pünktlich vor Ort“, erinnert sich die Nummer zwei der 1. Bezirksklassen-Truppe.

Eine besondere Herausforderung für die Bartlings ist die Planung mit Training und Punktspielen. Da müssen sowohl Oma Gertrud als auch Mutter Bettina in Sachen Fahrdienst der Mädchen mit einbezogen werden. „In einer extremen Woche haben wir zusätzlich zum Training schon mal von Donnerstag bis Montag täglich ein Punktspiel. Also irgendwie ist immer irgendwer unterwegs“, so Jörg Bartling. Aber trotz der Hektik sind alle mit viel Leidenschaft dabei, denn Tischtennis fördert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und kann bis ins hohe Alter gespielt werden. „



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