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Eiskaltes Wasser, sengende Sonne: Triathlet Daniel Behrens finisht in Südafrika

Zittern, schwitzen, jubeln

Kapstadt. Eiskaltes Wasser, sengende Sonne: Daniel Behrens vom SC Bad Münder finisht Triathlon bei schwierigen Bedingungen in Südafrika.

veröffentlicht am 23.02.2013 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

Kapstadt. Frieren im südafrikanischen Hochsommer? Doch, das geht – wenn man Triathlet ist. Daniel Behrens vom SC Bad Münder hat die Erfahrung gemacht. Zum Auftakt des „Capetown Triathlon“ stürzte er sich mit 150 Konkurrenten in die Atlantik-Fluten der „Big Bay“ vor Bloubergstrand, einem Vorort von Kapstadt – dank einer arktischen Strömung ist das Wasser dort 13 Grad kalt. Da hilft auch kein Neoprenanzug, zumal der Hände, Füße und Gesicht nicht bedeckt: „Da spürt man nicht mehr die Kälte, sondern nur noch Schmerz. Das ist vor allem im Gesicht sehr unangenehm“, sagt Behrens. Zu kämpfen hatten die Teilnehmer außer mit der Kälte mit etwa zwei Meter hohen Wellen, die selbst für den erfahrenen Rettungsschwimmer Behrens eine Herausforderung waren. Entschädigt wurde er für die Strapazen „mit einem fantastischen Blick auf den Tafelberg und den ersten Sonnenstrahlen des Tages“. 24:30 Minuten benötigte Behrens für die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke, als 13. wechselte er aufs Rad. Die drei Runden über insgesamt 40 Kilometer ging der 26-Jährige bei mäßigem Wind „eher verhalten“ an, zumal er „bisher relativ wenige Trainingsstunden auf dem Rad“ absolviert hat. Kein Wunder, dass er von einigen Konkurrenten überholt wurde, zumal der Kapstadt-Triathlon für viele südafrikanische Athleten der Saisonhöhepunkt ist. „Sie treten hier in Topform an“, sagt Behrens, „anders als in Europa, wo der erste Wettkampf erst Mitte Mai stattfindet, ist hier die Saison schon voll im Gang“. Nach 1:13 Stunden stieg er vom Rad und ging auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke. Mittlerweile fror er längst nicht mehr. Gegen neun Uhr morgens herrschten 30 Grad, „gefühlt weit mehr“, so Behrens, „und die Hitze nahm im Verlauf des Rennens weiter unerträglich zu“. Schon auf der zweiten von drei Runden „ging bei mir nicht mehr viel, ich musste immer mehr Tempo rausnehmen. Der Akku wurde langsam leer, was auch der noch fehlenden Wettkampfhärte geschuldet war“. Nach insgesamt 2:34:39 Stunden schleppte sich Behrens als 50. der Gesamtwertung und 15. seiner Altersklasse ins Ziel. „Dafür, dass es bis zu meinem Saisonhöhepunkt noch vier Monate hin ist, bin ich zufrieden“, sagt Behrens, der jetzt noch drei Wochen in Südafrika trainiert – Semesterferien und Freunden vor Ort, bei denen er wohnen kann, sei Dank.jab



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