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Christopher Winnefeld und die Hamelner Achter-Crew wollen auch in der 1. Liga mithalten

„Wir müssen noch intensiver trainieren“

Hameln. „Auf diesen Tag haben wir alle ein Jahr lang hingearbeitet, wollten einfach nicht länger zweitklassig bleiben“, lässt Hamelns Kapitän Christopher Winnefeld noch einmal den Aufstieg (wir berichteten) des Sparkasse-Weserbergland-Achters ins deutsche Ruder-Oberhaus Revue passieren.

veröffentlicht am 23.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Für den 23-jährigen Maschinenbau-Studenten war der Weg dorthin aber sehr steinig und mühsam, denn die drei freien Aufstiegsplätze waren bis zum Finale auf der Hamburger Binnenalster noch hart umkämpft. „Es gab unerwartete Siege, aber auch Rückschläge“, erinnert er sich noch haargenau an die insgesamt fünf Renntage. Entscheidend war aber, dass Winnefeld, Thore Wessel, Roelof und Ronald Bakker, Nils Hawranke, Till Garbe, Jasper Scheel, Lars Adomat und die Steuerfrauen Mareike Adomat und Merle Wessel im richtigen Moment topfit waren. So gab es in Hamburg im entscheidenden Viertelfinale einen klaren Sieg gegen den Neusser SC, bis zu diesem Zeitpunkt härtester Konkurrent der Hamelner um den Aufstieg. Da war auch die Finalniederlage gegen Meister und Mitaufsteiger Vikingachter Berlin zu verschmerzen. Aber wie geht es nun mit dem Team von Trainer Christian Wellhausen weiter? „Da die neue Saison im April/Mai beginnt, müssen wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur unsere Form konservieren bzw. sogar noch verbessern, sondern auf jeden Fall noch intensiver trainieren, um den 14 schweren Gegnern in der 1. Liga Paroli bieten zu können“, ist sich Winnefeld sicher. Dazu gehören nicht nur Krafttraining, viele Kilometer auf dem Ruderergometer und auf dem Wasser, sondern auch diverse Lauf- und Fitnessübungen. Auch Wettkämpfe, wie die deutsche Sprintmeisterschaft, die am 10./11./12. Oktober in Eschwege ausgetragen wird. Hier wird allerdings ein Vierer, gebildet aus der Achtercrew, die Farben des RV Weser Hameln vertreten. Mit welcher Crew und Formation das Paradeboot in die neue Bundesligasaison einsteigen wird, ist allerdings noch offen. Das hängt letztlich davon ab, wer von den Kandidaten das ehrgeizige Ziel angehen will oder durch Studium oder Beruf eventuell kürzertreten muss. „Ich rechne aber damit, dass wir im Großen und Ganzen zusammenbleiben werden“, blickt Christopher Winnefeld zuversichtlich in die Zukunft. Falls nicht, kann Trainer Wellhausen auf hoffnungsvolle Nachwuchsruderer zurückzugreifen, die bereits in den Startlöchern stehen.

Auch finanzielle Sorgen kennen „die Langen Kerls“ – alle zwischen 1,80 und 1,95 groß – aus Hameln nicht. Ihr Boot ist eine großzügige Spende der Sparkasse Weserbergland, trägt als Dank dafür auch deren Namen in der Bundesliga. Startgelder, Fahrten und Übernachtungen werden aus dem Vereinspool bestritten, zu dem aber auch die anderen Vereinsruderer Zugriff haben. Er rekrutiert sich aus Spenden und Zuschüssen, muss eigentlich auch für die neue Bundesligasaison reichen, bei der ebenfalls fünf Renntage zu bestreiten sind.

„Ich hoffe natürlich, dass wir auch in einem Jahr wieder jubeln dürfen – und zwar über den Verbleib in der Eliteklasse. Denn an einen erneuten Abstieg mag keiner denken“, so Christopher Winnefeld. Entsprechend hoch wird auch die Motivation der Bootsbesatzung sein – trotz der weiten Anfahrten zu den Wettkampforten sowie zum gemeinsamen Training nach Hameln.



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