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Alles begann 1951 – Rekemeyer auch mit 70 Jahren noch eine Bank beim TSV Groß Berkel

Wie Opa Walter die jungen Hitzköpfe ärgert

Tischtennis. „Wenn man wie ich mit Herzblut dabei ist, dann macht es auch nichts aus, wenn man absteigt oder seinen Spitzenspieler an den Nachbarverein verliert.“ Für Walter Rekemeyer, mit 70 Jahren Urgestein des TSV Groß Berkel in der 2. Bezirksklasse, ist die richtige sportliche Einstellung eben das Wichtigste. Der ehemalige Bankangestellte ist bis heute auch in seinem Team eine „Bank“. Zwar nicht im Einzel, wo er an Position fünf meist auf Gegner trifft, die seine Enkel sein könnten, sondern vor allem im Doppel, wo der Tischtennis-Opa als defensiver Abwehrkünstler an der Seite von Dennis Lücke die jungen Hitzköpfe auf der Gegenseite oftmals zur Verzweiflung treibt. „Beim Fußball, mit dem ich nach dem Turnen einst meine sportliche Mannschaftslaufbahn begann, habe ich auch schon die Rolle in der Abwehr bevorzugt. Zwar nicht ganz hinten, sondern als Läufer, wo das schnelle Umschalten von Verteidigung auf Angriff gefragt war“, erinnert sich der Vater einer erwachsenen Tochter an seine Anfänge beim TSV Groß Berkel.

veröffentlicht am 09.05.2011 um 11:04 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

Der Tischtennisball ist schon lange sein Freund: Urgestein Walter Rekemeyer spielt noch mit 70 Jahren für den TSV Groß Berkel in

Autor:

Rolf Henning Schnell

15 Jahre schnürte er bis hin zur Bezirksklasse die Fußballstiefel. „Leider zwang mich eine Verletzung zum Aufhören, was ich heute noch bedaure. Denn mein Herz hängt trotz des Engagements im Tischtennis weiter am Fußball“, erzählt der Allrounder, der sich auch bei den Handballern, damals noch auf dem Großfeld, einen Namen machte. Auch in der Leichtathletik fühlte er sich zu Hause. Sein bevorzugtes Gebiet waren in den 80er Jahren die Volksläufe, wobei er heute noch immer vom Stadtlauf von Hannover schwärmt. „Aber Sport muss Spaß machen, man darf sich nicht dabei quälen“, heißt seine Devise. Viele Sympathien haben Rekemeyer vor allem seine Fröhlichkeit, Fairness und die Kunst, seine Mitspieler in allen Situationen mitzureißen, eingebracht. Über 20 Jahre lang bis 2008 war Rekemeyer Tischtennis-Spartenleiter beim TSV, hat alle Spiele der „Steinmädels“ als Vermächtnis ihres viel zu früh gestorbenen Vaters Erwin verfolgt. „Ich habe mit ihnen gelitten, aber mich auch über ihre Siege gefreut“, sprudelt es aus ihm heraus. Daneben betreute er lange Zeit die fünf Nachwuchsmannschaften des Vereins. „Sie wurden bedauerlicherweise immer weniger, weil die Jungen in andere Sportarten, vor allem zum Fußball, abwanderten.“

Auch der Verein hat mittlerweile seine Verdienste gewürdigt. Reinhard Burdinski stellte ihn in seiner Laudatio bei der Hauptversammlung als „tragende Säule der letzten 60 Jahre heraus“.

Rekemeyer und seine Pässe.


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