weather-image
12°

Hamelns Florett-Frauen bei der Mannschafts-DM gegen Rekord-Champion FC Tauberbischofsheim chancenlos

Wie David gegen Goliath

Tauberbischofsheim. „Wir starten hier ohne Druck und wollen vor allem Spaß haben“: Dieses Motto hat TC Hamelns Teamleaderin Marlen Grebehem im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften in der Fechthochburg Tauberbischofsheim ausgegeben. Während die sonst so erfolgreichen Florett-Herren des TC diesmal zu Hause bleiben mussten, ist Grebehem gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Ronja Laeger und Lisa Holste nach Baden-Württemberg gereist, um als Landesmeisterteam das Bundesland Niedersachsen zu vertreten.

veröffentlicht am 30.03.2015 um 14:17 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

270_008_7699157_sp455_3103.jpg

In der Vorrunde erwischten die Underdogs aus Hameln mit dem MTV München, Eintracht Duisburg und dem PSV Stuttgart drei ziemlich harte Brocken. Im ersten Match gegen München entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Grebehem und Co. gingen an ihre körperlichen Grenzen und mussten sich in einem taktisch sehr intensiven Gefecht knapp mit 33:36 geschlagen geben.

Auch gegen die Kontrahentinnen aus Duisburg und Stuttgart zogen die TC-Damen den Kürzeren. Trotz der knappen Niederlagen schafften die Fechterinnen aufgrund einer guten Trefferdifferenz mit viel Glück den Sprung in die Finalrunde.

Hier wurde den TC-Frauen, die zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder an einer DM teilnahmen, dann eine besondere Ehre zuteil. Sie durften gegen den Titelverteidiger und Rekord-Champion FC Tauberbischofsheim ran. Oder anders gesagt: das deutsche Florett-Nationalteam.

Dementsprechend groß war vor diesem David-gegen-Goliath-Duell der Respekt – auch bei Hamelns Kapitänin Marlen Grebehem: „Ich kann mich zumindest in den letzten zehn Jahren an keinen anderen Deutschen Meister bei den Frauen erinnern.“ Der Klassenunterschied wurde von Anfang an deutlich. Sandra Bingenheimer, Eva Hampel, Tamina Knauer und Kristin Behr ließen nicht die geringsten Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen und setzten sich gegen die Mannschaft des TC Hameln überdeutlich mit 45:4 durch. Man muss wahrlich kein ausgewiesener Fecht-Experte sein, um dieses Ergebnis zu deuten. „Dieser Kampf war eine interessante Erfahrung“, so Grebehem im Anschluss an die herbe Klatsche. „Dass wir den nicht gewinnen konnten, war klar. Wir sind nur Hobby-Fechter, die ein- bis zweimal in der Woche trainieren und auf der anderen Seite stehen da Fechterinnen, die Fechten hochprofessionell betreiben.“

Am Ende sicherte sich der FC Tauberbischofsheim durch einen 39:34-Sieg gegen den OFC Bonn wie erwartet den deutschen Meistertitel. Grebehem, Laeger und Holste machten sich mit einem achten Platz und vielen neuen Erfahrungen im Gepäck wieder auf die Heimreise Richtung Rattenfängerstadt. ali



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt