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Darum steigen die Hamelner Ruderer nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg nun doch auf

Wenn ein Traum plötzlich Wirklichkeit wird …

Die frohe Botschaft kam am Dienstag um 13.37 Uhr per Email: Der Hamelner Achter des RV Weser steigt nun doch in die Ruder-Bundesliga auf. Damit hatte wohl niemand mehr gerechnet – auch das neue Trainerteam um Jan Jedamski und Sebastian Stolte nicht: „Ich habe die Email zweimal gelesen, weil ich es erst gar nicht glauben konnte“, so Stolte. 178 Tage zuvor hatte die Hamelner Ruder-Crew nämlich noch den Bundesliga-Aufstieg um einen Wimpernschlag verpasst: Beim Saisonfinale im vergangenen September in Krefeld fehlten gerade einmal 0,18 Sekunden zum Sieg.

veröffentlicht am 01.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:16 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

„Das war Pech“, erinnert sich Stolte. Nach dem Herzschlag-Finale gegen den Berliner Achter sei die Enttäuschung riesengroß gewesen, „weil wir unbedingt aufsteigen wollten. Das war unser Ziel“. Doch der zweite Platz in Krefeld reichte im Endklassement nicht. Die Hamelner zogen zwar mit 57 Zählern mit dem Tabellen-Dritten aus Prirna nach Punkten gleich – aber am Ende hatte der direkte Konkurrent dann doch die Nase vorn, weil er im Gegensatz zum RV Weser, der zweimal Zweiter wurde, zumindest ein Rennen in Frankfurt gewinnen konnte. Doch das Pech von damals ist das Glück von heute. Weil der Osnabrücker RV, der in der vergangenen Bundesliga-Saison als 13. den Klassenerhalt sportlich schaffte, auf seinen Startplatz verzichtet, steigen nun der Zweitliga-Vierte aus Hameln als Nachrücker am grünen Tisch auf. „Es wäre zwar schöner gewesen, wenn wir es aus eigener Kraft geschafft hätten. Aber es war klar, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen“, sagte Stolte, der mit Jan Jedamski den Rest der Crew am Dienstag beim Krafttraining informierte: „Einige konnten es erst gar nicht glauben und haben gefragt: Stimmt das wirklich?“

Auch Schlagmann Till Garbe ist total happy: „Der Aufstieg in die erste Bundesliga war schon immer unser Ziel. Nun haben wir es geschafft. Um gegen die Topteams wie Krefeld, Hamburg, Münster und Co. überhaupt eine Chance zu haben, müssen wir noch härter an uns arbeiten.“ Das sieht auch Jan Jedamski so: „Wir wollen mit dem Abstieg möglichst nichts zu tun haben“, sagt der Cheftrainer des RV Weser, der einen Mittelfeldplatz im Visier hat. „Ich bin davon überzeugt, dass von den Zeiten her sogar die Top 5 drin ist, wenn die Tagesform stimmt.“

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