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Dewezet-Umfrage vorm Start in London: Hameln-Pyrmonter Sportler und Trainer trauen unseren Athleten einiges zu

Welche Chancen haben Deutschlands Olympia-Stars?

Morgen beginnen die Olympischen Spiele in London. Die Dewezet-Sportredaktion hat sich vorab in der heimischen Sportszene umgehört, wer für Deutschland gute Gold-Chancen haben könnte.

veröffentlicht am 26.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:05 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Nicole Titz (Hamelner SV/Schwimmen): „Von der deutschen Schwimm- Mannschaft erwarte ich momentan nicht so viel. Bei den letzten Olympischen Spielen gab es zwei Medaillen. Ich hoffe, die werden es dieses Mal auch mindestens wieder. Britta Steffen wird meiner Meinung nach keine Goldmedaille holen. Auf ihrer Paradestrecke 100 Meter Freistil ist sie in diesem Jahr bisher zwei Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit geschwommen. Ich hoffe, sie erreicht auf jeden Fall das Finale, denn bei den nächsten Olympischen Spielen wird sie keinesfalls mehr dabei sein.“

 

Uwe Beerberg (LG Weserbergland/Leichtathletik): „Ich bin mit meiner Familie in London vor Ort. Wir haben Karten für Leichtathletik, Rudern und Kanu und werden unsere Athleten kräftig anfeuern. Was die Leichtathletik angeht, hoffe ich auf unsere Speerwerferin Christina Obergföll und Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch. Aber auch Robert Harting, David Storl, Betty Heidler, Nadine Müller traue ich einiges zu. Gleiches gilt für Sebastian Bayer im Weitsprung, Björn Otto und Malte Mohr bzw. Silke Spiegelburg im Stabhochsprung und Jennifer Oeser im Siebenkampf. Bei den Vorläufen der Viermal-100-Meter-Staffel werde ich im Stadion sein. Schade, dass Cathleen Tschirch nicht dabei sein kann, weil sie verletzt ist. Verena Sailer hat übrigens von meiner Tochter Jana wieder die Glückskäfer für die deutsche Sprint-Staffel erhalten, die ihr auch 2009 in Berlin Glück brachten.“

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  • Uwe Beerberg nls
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  • Jan Jedamski haje
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  • Stephan Wollborn pr
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  • Frank Hörster aro
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  • Wiebke Hölscher nls
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Jan Jedamski (RV Weser/Rudern): „Ich denke, dass beim Rudern der Deutschland-Achter zu 100 Prozent um die Medaillen mitrudern wird. Ob es Gold wird, ist wirklich schwierig zu beantworten, da die Engländer und auch die Kanadier wieder bärenstark sein werden. Gute Gold-Chancen haben auf jeden Fall auch der Zweier und Vierer der Männer. Für eine Überraschung kann aus meiner Sicht der leichte Frauen-Doppelzweier und Marcel Hacker im Einer sorgen. Vielleicht ist Silber oder Bronze drin.“

 

Stephan Wollborn (KC Hameln/Kanu): „Meiner Meinung nach hat Katrin Wagner Augustin im Kajak gute Siegchancen – sowohl im Einer als auch im Vierer. Sie ist mit 34 Jahren erfahren genug und hat ja bereits 3-mal Gold im K4 und einmal im K2 geholt. Die bringt nichts aus der Ruhe. Ebenfalls Gold wird das Duo Wieskötter/ Rauhe holen. Die Jungs sind von 2000 bis 2008 6-mal Weltmeister und 8-mal Europameister geworden und sind auch in London für mich klar auf Goldkurs. Der DKV-Kader ist seit vielen Jahren super aufgestellt. Auch im Wildwasser und Kanadier werden sicher Medaillen dazu kommen.“

 

Frank Hörster (MTV Bad Pyrmont/Volleyball): „Eine Medaille ist für unsere Volleyballer nicht drin, denn die deutsche Mannschaft hat eine echte Hammergruppe erwischt – unter anderem mit Olympiasieger USA, der sich in diesem Jahr Schritt für Schritt auf London vorbereitet und sehr viel Erfahrung hat. Russland ist für mich ein Favorit auf die Goldmedaille, da es für Russland nach 1982 wieder Zeit wird. Neben dem amtierenden Weltmeister Brasilien gehört auch Europameister Serbien zum Favoritenkreis, das mit Ivan Mirkovic einen überragenden Spieler in seinen Reihen hat. Nur wenn es Deutschland gelingt, Serbien und auch Tunesien zu bezwingen, können wir als Gruppenvierter auf den ersten der Gruppe A treffen. Und dies wird wahrscheinlich Italien sein, gegen die wir in diesem Jahr hauchdünn verloren haben. Mein Tipp: Im Viertelfinale verlieren wir gegen Italien 2:3 – das wäre keine Schande.“

 

Vassili Golod (TC Hameln/Fechten): „Bei den olympischen Spielen in London werden die deutschen Fechter im Kampf um die Medaillen nahezu in allen Waffen ein Wörtchen mitreden. Einzige Ausnahmen: Damenflorett und Damensäbel. Hier werden erwartungsgemäß die beiden großen Fechtnationen Italien und Russland dominieren. In allen anderen Waffen ist für die deutschen Fecht-Asse alles drin. Säbelfechter Nicolas Limbach ist mein größter Favorit auf Olympia-Gold. Als Weltranglistenerster ist Limbach der absolute Top-Favorit auf olympisches Gold in London. Einen Strich durch die Rechnung könnte ihm lediglich sein russischer Dauerkonkurrent Alexej Yakimenko machen, der sich derzeit ebenfalls in einer hervorragenden Verfassung befindet.“

 

Wiebke Hölscher (VfL Hameln/Kunstturnen): „Wenn Oksana Chusovitina ins Finale kommt, ist alles möglich. Sie ist zwar nicht mehr die Jüngste, aber schon 2008 konnte sie bei Olympia am Sprung eine Silbermedaille gewinnen. Und mit Fabian Hambüchen, Philipp Boy und Marcel Nguyen haben wir auch eine tolle Boy-Group. Wenn die Jungs in Topform sind, ist bestimmt einiges möglich. Wenn sie eine Medaille holen wollen, müssen sie etwas riskieren. Dann gilt: Hop oder Top.“



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