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Hamelns erste Sportlerin des Jahres heißt jetzt Naß und lebt mit ihrem Ehemann Marc in Rostock

Was macht eigentlich Silke Rauchberger?

Rostock. Erinnern Sie sich noch an Silke Rauchberger? Richtig, sie war Hamelns erste und auch zweite Sportlerin des Jahres. 2004 und 2005 gelang ihr ein triumphaler Doppelpack bei der beliebten Wahl der Dewezet und Sparkasse Weserbergland. Verdammt lang her. Nun, der Name Rauchberger ist inzwischen Geschichte, heute heißt sie Silke Naß und lebt mit ihrem Ehemann Marc an der Ostseeküste in Rostock.

veröffentlicht am 07.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:48 Uhr

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Die ehemalige Topsprinterin feierte seinerzeit mit der LG Weserbergland Erfolge am Fließband. So konnte sie vor neun Jahren mit der LG-Staffel die Goldmedaille bei der Norddeutschen und der Landesmeisterschaft erkämpfen. Ein Jahr später, im September 2005, wurde Naß erneut Landesmeisterin im Einzel und mit dem LG-Trio. Glanzvoller Abschluss des Jahres war jedoch die anschließende deutsche Mannschafts-Meisterschaft mit der 4x100-Meter-Staffel um Stephanie Thumann, Nina Giebel und Ricarda Fierenz. Mittlerweile ist Silke 29 und seit 2011 mit dem Marineoffizier Marc – übrigens ein gebürtiger Hamelner – glücklich verheiratet.

Kennen- und lieben gelernt hat sich das Paar, wie sollte es auch anders sein, bei der Leichtathletik. Neben Studium, Haus und Garten ist der Sport für sie heute fast zwangsläufig nur noch Nebensache. „Von der Leichtathletik bin ich momentan ein bisschen weg, auch wenn es manchmal schon noch juckt“, gibt Silke Naß zu. Dafür hat sie sich aber ihren Traum erfüllt und studiert Medizin. 2007 ging sie zunächst nach Marburg und wechselte von dort 2010 an die Uni nach Rostock. Fachgebiet: Medizinische Biotechnologie. „Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Fernab vom Stress im Krankenhaus“, stellt sie fest.

Aber, wie das eben so ist, so ganz lösen kann sich auch die ehemalige Top-Leichtathletin der LG Weserbergland nicht von ihrer Heimatstadt Hameln und ihrem Sport. Besonders wenn sie die vielen Pokale von damals betrachtet, kommt sie ins Schwärmen. „Von den Erfolgen her war 2005 das schönste Jahr für mich“, blickt Silke mit einem Hauch von Wehmut zurück. Neben den diversen Trophäen haben die beiden Auszeichnungen zur Sportlerin des Jahres einen Ehrenplatz im Regal. „Bei der ersten Nominierung war ich schon sehr nervös. Besonders deshalb, weil ich am selben Tag noch auf der norddeutschen Meisterschaft gestartet und ohne Siegerehrung direkt ins Auto gesprungen bin, um pünktlich da zu sein,“ erinnert sich die 29-Jährige noch haargenau an die damalige Hektik.

Sportlerwahl 2004: Miss Hameln Carina Machunze überreicht Silke Rauchberger die Siegertrophäe. Archiv

Doch die hat sich dann auf alle Fälle gelohnt. Neben Silke wurde auch ihre Junioren-Staffel zur Mannschaft des Jahres gekürt. Ein toller Doppelerfolg. Nun sind die glanzvollen Zeiten auf der Tartanbahn zwar längst Leichtathletik-Geschichte, in den seltenen Treffen mit ihrem langjährigen Trainer Anton Ruscheinsky und ein paar Gesprächen mit den Sportlerinnen von damals leben ihre Leistungen aber immer mal wieder sporadisch auf. Eine ganze besondere Erinnerung verbindet Silke Naß aber noch mit ihrer ersten Nominierung zur Sportlerin des Jahres. „Meine Oma ist damals mit ihrem Rollator noch von Haus zu Haus geflitzt, um für mich Stimmen zu sammeln“, schmunzelt sie.

Im nächsten Jahr nimmt die Neu-Rostockerin nun ihre Bachelorarbeit in Angriff. Und ist die erst einmal geschafft, könnte es vielleicht doch ein Comeback der einstigen Klassesprinterin geben ...

Die Jubiläums-Sportgala wirft ihre Schatten voraus: In genau 93 Tagen, am 8. Februar 2014, werden in der Hamelner Rattenfänger-Halle bereits zum zehnten Mal die besten Sportler und Teams unserer Region geehrt. Wer für die Sportler-des-Jahres-Wahl nominiert ist, wird heute im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet. Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, Hamelns erste Sportlerin des Jahres, Silke Rauchberger, zu fragen: Was machen Sie eigentlich heute?



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