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Cross-Triathlon: Scott Anderson Zweiter in Rumänien

Von Hunden „gehetzt“ zum EM-Silber

TARGU MURES. Das Gold am Rand der Karpaten hat Scott Anderson nicht gefunden. Doch bei der Cross-Triathlon-EM, die im Rahmen des Transilvania-Cross-Triathlon-Festivals im rumänischen Targu Mures ausgetragen wurde, ist es immerhin Silber in der TM-20-Klasse geworden.

veröffentlicht am 30.07.2017 um 11:17 Uhr

Erfolgreiche EM: Scott Anderson gewinnt Silber und Mutter Britta holt Bronze. Foto: pr

Autor:

Matthias henning
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Und da Mutter Britta Anderson bei ihrer Premiere zudem EM-Bronze bei den TW-45-Senorinnen holte, machte die Fahrt ins Land der Vampire für die Hamelner Familie zu einer Erfolgsgeschichte. Scott Anderson ging als Titelverteidiger an den Start. Nach den 1000 Metern im Stadt-See stieg er nach 15:32 Minuten als Dritter aus dem Wasser. Auf den ersten 3,7 Rad-Kilometern ging es bergauf zu der eigentlichen Rad-Runde in den Wäldern. Anderson schaffte den Anschluss an die Spitze. Auf der vierfach zu absolvierenden Fünf-Kilometer-Runde waren nicht nur die teilweise sehr steilen Abfahren und die im zweiten Teil heftigen Anstiege die Schwierigkeit für die Spitzengruppe. „Um auch den Spannungsfaktor in den Wäldern Transsilvaniens hochzuhalten, wurde diese Gruppe auf dem ersten Kilometer von einer Hundemeute verfolgt“, meinte Mutter Anderson. Das war Ansporn für Anderson junior und seinen französischen Hauptrivalen Theo Dupras gleichermaßen. Beide setzten sich ab und gingen nach insgesamt 23,7 Rad-Kilometern auf die bergige und von den Regenfällen matschige Laufstrecke. Da machte sich dann Andersons Trainingsrückstand bemerkbar. „Seit sechs Wochen laboriert er an einer Fußverletzung, die noch immer nicht ganz ausgeheilt ist. Da war viel Lauftraining nicht möglich“, erklärte Britta Anderson. Der Sohn musste Dupras ziehen lassen und auch noch einen weiteren Franzosen überholen lassen. Doch Gaetan Vivien startete in der TM-25-Klasse und so behielt Scott Anderson zumindest seinen Silber-Platz. Nach 1:54,33 Stunden war für ihn das Abenteuer vorbei. Ein Solches war es auch für die Mutter. Nach ihrer stärksten Disziplin stieg sie sogar als erste im Rennen der Seniorinnen aus dem Wasser. 18:42 Minuten für die 1000 m waren eine Ansage an die Konkurrenz. Doch sie hatte ihre Probleme mit dem Rad – schon im Vorfeld. Nach technischen Problemen musste sie auf ihr neues Mountainbike verzichten und mit dem Ersatzrad fahren. „Leider war der Abstand nach dem Rad auf die Zweite schon zu groß“, meinte Britta Anderson. Am Ende fehlten ihr 33 Sekunden zum Silber. Doch nach 2:37:50 Stunden stand mit Bronze dennoch Edelmetall in der Erfolgsbilanz. „Das war hier ein echtes Abenteuer: die ganze Location und schon die Anreise mit den Regenunwetter waren sehr spannend“, erzählte Britta Anderson. Und die Hundemeute, die ihren Sohn verfolgt hatte, konnte sie auch noch toppen. „Bei uns waren auf der Laufstrecke im Wald sogar Bärenspuren“, versicherte die Hamelnerin. Nur eines blieb auch ihr erspart. Die transsilvanischen Vampire bekam sie nicht zu Gesicht – wohl deshalb, weil sie vor Sonnenuntergang wieder im Ziel und auch im Hotel war...

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