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TC-Fechter hat DM-Ticket fast sicher

Vassili Golod – auf dem Weg zur Nummer eins

Fechten (gol). Die Fechter des TC Hameln präsentieren sich bereits seit Wochen in einer bestechenden Form – daran konnte auch die bittere Pokalpleite vergangene Woche gegen den PSV Weimar nichts ändern. Beim Herrenhäuser Schwert in Hannover ging es für die Florettspezialisten aus der Rattenfängerstadt jetzt um wichtige Ranglistenpunkte für die DM-Teilnahme. Dementsprechend motiviert startete das Hamelner Trio – Axel Klages, Malte Magerkurth und Vassili Golod – in den Wettkampf.

veröffentlicht am 02.03.2011 um 11:50 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

26 Teilnehmer, unter anderem aus Hamburg, Bremen, Braunschweig und Kassel, waren in die niedersächsische Landeshauptstadt gereist, um hier um den Sieg zu kämpfen. Die Hamelner kümmerten sich indes herzlich wenig um die hochkarätige Konkurrenz. Sie zeigten sich von ihrer besten Seite und absolvierten eine insgesamt starke Vorrunde. Der 17-Jährige Golod blieb dabei ohne Niederlage und fand sich in der Zwischenwertung auf Rang eins wieder. Klages verlor lediglich ein Gefecht, Magerkurth zwei.

Anschließend stand die Direktausscheidung auf dem Programm. Und auch hier fuhren zunächst alle drei Florettfechter glatte Siege ein. Im Viertelfinale war allerdings für den ersten Hamelner Endstation: Der 21-Jährige Magerkurth führte gegen Andreas Hary (FC Kassel) lange Zeit mit 14:9, verlor jedoch kurz vor Ende völlig den Faden und unterlag überraschend mit 14:15.

Niedergeschlagen und über die eigene Leistung verärgert, verließ der Student daraufhin die Planche. Besser machten es dagegen seine Teamkollegen. Klages und Golod kämpften sich mit souveränen Siegen bis ins Finale vor. Klages setzte sich dabei im Halbfinale gegen den favorisierten Buchholzer Fabian Schneider durch (15:7). Golod revanchierte sich für die Niederlage seines Teamkollegen Malte Magerkurth mit einem ungefährdeten 15:6-Sieg gegen Hary. Im Finale lieferte sich das TC-Duo dann ein mitreißendes Duell. Klages führte zunächst früh mit 3:1. Mit der Zeit fand Golod aber immer besser ins Gefecht und drehte im zweiten Drittel den Spieß um (12:6). Doch Klages kämpfte sich erneut heran und verkürzte auf 10:12. Im letzten Drittel ließ der 17-Jährige Golod jedoch nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit dem 15:12-Triumph über seinen Teamkollegen die Goldmedaille.

Ein großes Lob kassierte Golod vom Landestrainer persönlich. Boris Touretski, der alle Duelle des Hamelners aufmerksam verfolgte, setzt große Hoffnungen in das Talent: „Vassili hat mich mit seiner Leistung voll überzeugt.“ Durch den Erfolg baute Golod seinen Vorsprung in der niedersächsischen Juniorenrangliste (U 20) weiter aus und ist damit bereits so gut wie sicher für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert: „Mein Ziel ist es, auf Dauer die Nummer eins in Niedersachsen zu bleiben.“



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