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Sünteltaler Tischtennis-Opa kickt auch nach über 50 Jahren für den Turnerbund Hilligsfeld

„Uns Armin“ – mit 70 ist noch nicht Schluss

Schlagerstar Udo Jürgens wird nicht müde zu singen: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“ Und irgendwie passt der Songtext auch gut zu Armin Busch – ein Sportler aus Leidenschaft. Denn obwohl der rüstige Rentner heute 70 Jahre alt wird, ist noch lange nicht Schluss. Ans Aufhören verschwendet er keinen Gedanken. Warum auch?

veröffentlicht am 14.12.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

Schlagerstar Udo Jürgens wird nicht müde zu singen: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“ Und irgendwie passt der Songtext auch gut zu Armin Busch – ein Sportler aus Leidenschaft. Denn obwohl der rüstige Rentner heute 70 Jahre alt wird, ist noch lange nicht Schluss. Ans Aufhören verschwendet er keinen Gedanken. Warum auch? „Ich habe schon immer viel Sport gemacht.“ Vom Boxen über Fußball, Handball, Judo, Reiten, Schwimmen und Tischtennis bis zum Turnen hat der Holtenser viele Sportarten ausprobiert. Für ihn stand aber nie der Erfolg an erster Stelle, „sondern immer der Spaß an der Bewegung“.

Unglaublich, aber wahr: Oldtimer Armin kickt noch immer wacker bei den Altherren des Turnerbundes Hilligsfeld mit, mit denen er vergangene Saison an der Seite einer Handvoll von kreisbekannten Kickern wie Uwe Holste, Andreas Scheler, Lutz Klingen, Markus Schwarz und Michael Söchting sogar erstmals in der 100-jährigen Vereinsgeschichte des Turnerbundes Kreisliga-Meister wurde. Zwar hat auch „Uns Armin“, wie ihn seine Sportfreunde nennen, kleinere Wehwehchen, aber das hält den 70-Jährigen nicht davon ab, regelmäßig einmal pro Woche beim Training vorbeizuschauen. „Und das schon seit gefühlten 40 Jahren mit denselben Fußballschuhen und im schmucken Ballonseidenanzug im Siebziger-Jahre- Look“, scherzt Söchting. Wenn Not am Mann ist, streift sich der Vater von Flegessens Mittelfeld-Motor Alexander Busch immer noch das TBH-Trikot über: „Auf Armin ist immer Verlass“, sagt Söchting über den eisenharten Verteidiger, der von sich selbst sagt, nie ein guter Fußballer gewesen zu sein: „Mein Sohn hätte das Talent gehabt, die eine oder andere Liga höher zu spielen. Ich war nur Mittelmaß, auch weil ich erst sehr spät mit Fußball angefangen habe.“

Nichtsdestotrotz sind Söchting & Co. von der körperlichen und geistigen Fitness des lebenslustigen Tausendsassas beeindruckt. Denn oftmals, so munkelt man jedenfalls, erwischen sich seine jüngeren Mitspieler gegenseitig nach dem Training unter der Dusche, wie sie neidvoll auf den gepflegten Astralkörper des in Ehren ergrauten Evergreens blicken, der schon seit 1960 die Farben des TBH trägt – also über einem halben Jahrhundert. Zu diesem Zeitpunkt war übrigens noch kein einziger seiner aktuellen Mannschaftskameraden geboren …

Seit „Menschengedenken“ spielt der inzwischen zweifache Opa, der mit Ehefrau Rosita zwei Kinder (Alexander und Marnie) hat, auch Tischtennis für Grün-Weiß Süntel in der 2. Bezirksklasse. „Früher habe ich auch viele Jahre Handball gespielt, bis sich irgendwann die Mannschaft auflöste.“ Buschs kurze Box-Karriere bei Heros Hameln endete schon, bevor sie richtig begonnen hatte: Seine Handschuhe hängte er an den Nagel, nachdem ihm im Boxring ein halber Zahn ausgeschlagen wurde. „Damals gab es noch keinen Mundschutz. Und mein Gegner war eine andere Gewichtsklasse als ich.“ Nur ungern erinnert sich „Uns Armin“ an seine zwei Kiefernbrüche, die er sich beim Fußball zuzog: „Damals konnte ich mich wochenlang nur mit einem Strohhalm ernähren. Aber im Großen und Ganzen bin ich von ernsthaften Verletzungen zum Glück verschont geblieben.“ Im Mai nächsten Jahres muss „Uns Armin“ auf den Punkt fit sein: Dann geht es nämlich wieder einmal mit seinen Kumpels vom TBH an die Playa de Palma nach Mallorca …aro



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