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Unser Sportfotograf Nils Propfen läuft erstmals beim Emmerthaler Silvesterlauf mit

Und plötzlich kamen die Seitenstiche...

Seit zehn Jahren setzt Dewezet-Fotograf Nils Propfen andere Sportler gekonnt ins rechte Licht. Doch diesmal stand er auf der anderen Seite der Linse und wurde damit selbst einmal zur „Zielscheibe“ seiner Kollegen. Grund für den Rollenwechsel: der 34-Jährige aus Klein Berkel startete erstmals beim Emmerthaler Silvesterlauf.

veröffentlicht am 02.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

Nils Propfen beim Silvesterlauf 2011.

„Vor drei Tagen wusste ich eigentlich noch nicht so genau, ob ich hier starte“, gestand er den neugierigen Fragern ein, denen sein ungewohnter Auftritt ohne Kamera sofort ins Auge fiel. Aber es hatte natürlich seinen Grund, dass er in Kirchohsen in Laufschuhen auftauchte. Denn am 13. Mai will Nils Propfen auch erstmals beim Hamelner Triathlon starten. Und da er im Gegensatz zum Schwimmen und Radfahren bisher wenig Wettkampf-Erfahrung beim Laufen sammeln konnte, wollte er sich beim Silvesterlauf einmal auf Herz und Nieren testen. Bestens vorbereitet, denn schon seit 20 Wochen dreht er regelmäßig seine Laufrunden unter Anleitung der ESV-Trainer Marion Müller und Manfred Scholz. „Ich habe viel dazugelernt und möchte das unter Beweis stellen“, ging der 34-Jährige deshalb hoch motiviert an den Start.

Noch schnell ein paar kluge Ratschläge von den beiden heimischen Läuferlegenden Helmut Klemme und Werner Kluge eingeholt, dann konnte die Premiere losgehen. Nils Propfen reihte sich im großen Teilnehmerfeld von Beginn an im hinteren Drittel ein. Denn zum „Bremsklotz“ der schnelleren Läufer wollte er gewiss nicht werden. Stoppuhr an und ab ging die Post durch die regnerische Emmermetropole.

Zunächst lief bei Propfen auch alles nach Plan. Dann aber ging ihm bei Kilometer vier plötzlich der Schuh auf. Der unfreiwillige Stopp kostete Zeit, auch wenn der laufende Sportfotograf den widerspenstigen Schnürsenkel eilig wieder verknotete.

Als dann auch noch leichte Seitenstiche auftraten, musste er Tempo drosseln. Doch Nils Propfen zeigte Biss, ignorierte den Schmerz und hatte im Ziel sogar noch die Kraft, den Arm hochzureißen. Eine Siegerpose, die auch er schon tausendmal im Bild festgehalten hat und ihm deshalb irgendwie auch schon in Fleisch und Blut übergegangen zu sein scheint. Auch wenn der 34-Jährige den angepeilten Schnitt von fünf Minuten pro Kilometer knapp überschritt, war er mit seiner Gesamtzeit von 33:53 Minuten für die 6,9 Kilometer und dem Mittelfeldplatz 178 „sehr zufrieden“.

„Wenn ich weiter hart trainiere, dann bin ich guten Mutes, dass ich den im Mai anstehenden Hamelner Triathlon unter 1:20 Stunden absolviere. Das ist mein nächstes Ziel“. Bis dahin will Propfen aber auch noch etwas für die Figur tun. Denn unübersehbar sind für ihn noch einige Fettpölsterchen, die sich im Laufe der letzten Jahre rund um seine Hüfte gebildet haben: „Sie müssen weg.“ rhs



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