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LG-Herren patzen beim ersten Wechsel / Silber für Witzel, Holzschuh Dritte

Und plötzlich fällt der Staffelstab

Leichtathletik (mha). Der Traum von der Reise nach Karlsruhe ist geplatzt. Auch bei der norddeutschen Meisterschaft in Hamburg löste das 4 x 200 Meter-Quartett der LG Weserbergland die Tickets zur DM nicht. Denn in der Alsterdorfer Sporthalle kam die Weserbergland-Staffel gar nicht erst ins Ziel.

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:41 Uhr

Nachdem bei der Niedersachsen-Meisterschaft zwei bittere Wechsel rund zwei Sekunden gekostet hatten, sollte das LGW-Quartett nun läuferische Klasse zeigen. Doch diesmal ging schon der erste Wechsel zwischen Kai Ingwersen und Joachim Peest komplett daneben. „Plötzlich lag der Staffelstab auf der Erde – dabei hatten wir da schon rund sieben Meter Vorsprung und hätten das Ding nur nach Hause laufen müssen“, klagte der enttäuschte Coach Werner Scharf. Auch Ingwersens siebter Platz im 60-Meter-Finale – nach 7,02 Sekunden im Vorlauf war er etwas müde und kam im Endlauf auf 7,08 Sekunden – tröstete wenig. Etienne Diatta (7,22), Toni Pscherer (7,25) und Joachim Peest (7,31) hatten die Vorläufe nur als Aufwärmprogramm genutzt. Dass es ihr einziger Einsatz bleiben würde, ahnten sie da noch nicht.

Eher überraschten zwei Silbermedaillen der LGW-Frauen. Julia Röttinger drehte im 400-Meter-Rennen ihre zwei Runden in 59,26 Sekunden und gewann den Spurt um Platz zwei gegen die Osnabrückerin Siri Kreie (59,30). Nur die Emderin Anna Raukuc (56,72) lief in einer anderen Welt. Zuvor hatte Röttinger auch den 60-Meter-Zwischenlauf erreicht, schaffte in 8,04 Sekunden aber den Sprung ins Finale nicht. Ebenfalls Silber holte Jessica Witzel im Dreisprung. Doch zufrieden konnte sie nicht sein. Nach dem ersten missglückten Versuch pausierte sie wegen Oberschenkel-Problemen. Erst im letzten Durchgang setzte sie alles auf eine Karte und kam auf 11,75 Meter. In Normalform wären die 12,34 Meter der neuen Meisterin Birte Damerius (Rudow) sicher zu erreichen gewesen.

Ein Déjà-vu erlebten die 60 Meter-Hürden-Sprinterinnen der U 20-Jugend. Denn mit Svenja Rieck (Langen/8,69), Nora Dirlam (Wennigsen/8,98) und Marie Holzschuh (9,07) von der LGW gab es genau den gleichen Einlauf wie bei der Niedersachsen-Meisterschaft. Und Holzschuh scheiterte erneut an der angepeilten Neunsekunden-Barriere. „Sie fängt immer erst an der dritten Hürde an, richtig zu laufen. Da fehlen schon die entscheidenden Zehntelsekunden“, kommentierte Landestrainer Björn Sterzel.

Auf der 200-Meter-Runde begnügte sich Holzschuh bereits im Vorlauf mit 25,45 Sekunden und verzichtete auf den Endlauf.

Wie schon bei der Landesmeisterschaft holte Marie Holzschuh auch bei der Norddeutschen in Hamburg Bronze über 60 Meter.

Foto: mha



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