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Leichtathletik: Samuel Kedzierski und Lotta Werner starten bei der deutschen U16-Meisterschaft

U16-DM in Hannover: Zwei Talente der LG Weserbergland sind dabei!

Mit Samuel Kedzierski im 100-Meter-Sprint und Lotta Werner im Dreisprung hat die LG Weserbergland bei der deutsche U16-Meisterschaft zwei Eisen im Feuer.

veröffentlicht am 02.09.2021 um 16:00 Uhr

HAMELN/HANNOVER. Fast vor der Haustür steigt ab Samstag die deutsche Meisterschaft der U16-Athleten. Mit Samuel Kedzierski im 100-Meter-Sprint und Lotta Werner im Dreisprung haben sich immerhin zwei von der LG Weserbergland für die Titelkämpfe in Hannover qualifiziert – und damit die Gastgeber ausgestochen. Denn aus den hannoverschen Vereinen ist nur eine Sportlerin dabei.

Für Kedzierski ist es in seiner erst einjährigen Karriere bereits ein echter Höhepunkt. Denn für ihn zählt nicht nur das Dabeisein, er darf auch Hoffnungen haben, in den Vorläufen am Samstag (16.35 Uhr) auch einen Platz im gut eine Stunde später steigenden Finale zu ergattern. Der 15-Jährige entstammt einer besonders sportlichen Familie. Tante Johanna Kedzierski gehörte in der Zeit der Hamelner Golden Girls um Cathleen Tschirch und Nicole Marahrens lange zum niedersächsischen Landeskader, Mutter Olga war mit Kugel und Diskus erfolgreiche Werferin und sein Vater Woitek war einst Handballer und Leichtathletik-Trainer. Da lag es nahe, dass Kedzierski junior, als er mit seinen Fußballteams in Hilligsfeld nicht mehr zufrieden war, zur Leichtathletik wechselte.

Tante Johanna, die auch bei LGW-Coach Werner Scharf vor wenigen Jahren ihr Comeback plante, schickte ihn zu Scharf. „Samuel nimmt viel und schnell auf – und er hat vor allem Kraft in den Beinen. Die Sprungkraft, die man besonders beim Start braucht, ist enorm“, sagt Scharf. Und das waren auch die ersten Leistungen. Von 12,1 Sekunden beim allerersten 100-Meter-Wettkampf im vergangenen Herbst, steigerte er sich auf 11,49 Sekunden. „Mit etwas zu viel Rückenwind waren es sogar 11,34 Sekunden“, sagt Scharf. „Und er ist noch lange nicht am Ende. Auch seine Nervenstärke ist ein Pluspunkt.“ Als Nummer acht der 31 Namen in der Meldeliste darf der Hamelner große Hoffnungen hegen.

Überraschend kam die Qualifikation bei Dreispringerin Lotta Werner. Bei der Landesmeisterschaft in Göttingen übertraf sie mit ihren 11,16 Metern die Qualifikationsleistung. Dass die zunächst angepeilte weitere Qualifikation im Weitsprung nicht auch noch klappte, störte Trainer Uwe Beerberg nicht: „Gerade der erste Sprung beim Dreisprung ist doch ganz anders, als beim Weitsprung. Da ist die Umstellung schwierig.“

Werner kann somit ganz auf die Karte Dreisprung setzen – wie viele andere aber auch. „Der Dreisprung erlebt einen kleinen Boom. 18 sind jetzt in Hannover dabei. Im Weitsprung sind es nur 16 und in Hochsprung sogar nur acht“, so Beerberg. Dass es bei dieser Konkurrenz am Samstag ab 14.25 Uhr schwer sein wird, einen Platz im Endkampf der besten Acht zu ergattern, weiß auch Beerberg: „Allerdings liegen die meisten der Gemeldeten nur wenige Zentimeter auseinander. Und nervös werden alle sein.“

Da hat seine Athletin zumindest einen kleinen Vorteil. Das Erika-Fisch-Stadion in Hannover ist fast wie ein Heimspiel. Das kennen die LGW-Athleten schon aus einigen Wettkämpfen. mha



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