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Magerkurth stark – aber Hamelns Fechter verlieren Pokalkrimi

Traum vom Titel-Hattrick geplatzt

Fechten (ali). Das Bezirkspokalfinale im Fechten erinnerte stark an das WM-Qualifikationsspiel der Deutschen Fußball-Nationalelf gegen Schweden. Zur Erinnerung: Jogis Jungs gaben leichtfertig eine souveräne 4:0-Führung aus der Hand und mussten sich am Ende beim Stand von 4:4 mit nur einem Punkt begnügen. Im Unterschied zum Fußball gibt es im Fechten allerdings keine Unentschieden.

veröffentlicht am 22.10.2012 um 15:59 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:41 Uhr

Aber der Reihe nach: In einem spannenden Pokalfight zwischen dem TC Hameln und dem FK Hannover ging es von Anfang an knallhart zur Sache. Linkshänder Malte Magerkurth brachte die Hamelner in seinem ersten Gefecht gegen Spitzenfechter Jan-Hendrik Seiler in Front. Mit sehenswerten Aktionen und schönen Treffern schickte der Azubi den ehemaligen Kaderfechter vom OFC Bonn mit 5:3 von der Planche.

Immer wieder wechselte die Führung zwischen den beiden gleichwertigen Teams hin und

her. Beim Stand von 40:37 aus Sicht des TC Hameln ging Mannschaftskapitän Vassili Golod auf die Bahn. Bereits in seinen ersten beiden Gefechten zeigte der 19-Jährige eine ungewöhnlich durchwachsene Leistung. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten sah es im Schlussduell allerdings gut aus: Golod kämpfte sich rein und setzte mehrere Treffer in Folge. Zwischenstand: 44:41 für den TC.

Lediglich ein einziges Pünktchen fehlte zum Sieg – der erhoffte Titelhattrick war zum Greifen nah. Doch es kam anders als erwartet. Der Hannoveraner Seiler drehte auf und machte permanent Druck. In einer fulminanten Aufholjagd ließ er Golod keine Chance und drehte das Ergebnis zu seinen Gunsten (45:44).

Nach dem letzten Treffer sank Schlussfechter Golod wie ein Häufchen Elend zusammen. Er war den Tränen nahe. „Ich habe keine Worte für das, was eben passiert ist. Es tut mir für die Mannschaft sehr leid. So einen Vorsprung darf man einfach nicht hergeben“, so der Student. Teamkollege Malte Magerkurth fand tröstende Worte. „Gegen Jan Seiler zu verlieren, ist keine Schande. In den entscheidenden Situationen hat Vassili einfach die Coolness gefehlt. Der Blick wird jetzt wieder nach vorne gerichtet.“ Wertvolle Erfahrungen durfte auch Lisa Holste sammeln. Das 14-Jährige Nachwuchstalent aus der Rattenfängerstadt kam gegen den FK Hannover als dritte Fechterin zum Einsatz und konnte in ihren Gefechten gute Akzente setzen. Nach zwei Bezirkspokalsiegen in Folge platzte nun der Traum vom Titel-Hattrick.

Linkshänder Malte Magerkurth brachte die Hamelner in seinem ersten Gefecht gegen Spitzenfechter Jan-Hendrik Seiler in Front, zum Bezirkspokalsieg reichte es aber nicht.

Foto: nls



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