weather-image
21°
×

Achtjähriger Mikael Hartstang zählt in Niedersachsen zu den besten Spielern seiner Altersklasse

Tischtennis-Ass Timo Boll ist sein Vorbild

Tischtennis (jab). Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Tünderns Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov in Bad Münder einen Schaukampf absolvierte. Dabei durfte auch Mikael Hartstang ein paar Bälle mit „Dima“ spielen: „Ich habe vor Aufregung gezittert.“ Kein Wunder. Schließlich spielt ein kleiner Junge wie Mikael, der damals erst sieben Jahre alt war und erst seit anderthalb Jahren Tischtennis spielt, nicht jeden Tag gegen einen der weltbesten Spieler, der 2010 Vizeweltmeister und Europameister mit der Mannschaft wurde.

veröffentlicht am 04.01.2011 um 16:58 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:41 Uhr

Mittlerweile ist Mikael acht – und hat die ersten Hürden genommen auf dem Weg, einmal so gut zu werden wie Ovtcharov oder sein großes Vorbild Timo Boll. Weil Mikael in Niedersachsen schon jetzt zu den besten seines Jahrgangs gehört, hat ihn der ehemalige Bundestrainer Ronald Raue zu einem Sichtungslehrgang eingeladen, der von Donnerstag an in Hannover ist. Dort treffen sich die besten Schüler der Jahrgänge 2000 bis 2002 aus dem Regionalverband Nord. Die gleichen Sichtungen gibt es auch in den drei weiteren Regionalverbänden. Wer einen guten Eindruck hinterlässt, der wird vielleicht zu einem weiteren Lehrgang eingeladen, in dem dann die Top-Talente für eine Schülernationalmannschaft gesucht werden. Doch das wird schwer. Als einer der Jüngsten macht sich Mikael keine großen Hoffnungen. Für ihn ist es schon ein Erfolg, dass er bei der ersten Sichtung überhaupt dabei ist. Das ist der Lohn für seinen Trainingsfleiß. Zweimal pro Woche fährt Mikael bislang nach Hannover zum Kadertraining, in diesem Jahr soll noch ein dritter Termin dazukommen. Bei seinem Verein, der TuSpo Bad Münder, ist er im Training mit Gleichaltrigen kaum noch gefordert. Schon jetzt spielt er bei den B-Schülern, obwohl er dafür eigentlich noch zwei Jahre zu jung ist, an Nummer eins. Seine zwölf Einzel in der Hinrunde hat er allesamt gewonnen und insgesamt nur einen einzigen Satz abgegeben.

Das sportliche Talent wurde ihm offenbar vererbt. Seine Mutter Nicole spielt Volleyball im Landesliga-Team des SC Bad Münder. Ihr Lebensgefährte Kolja Abendroth schlägt mit dem SV Altenhagen in der Tischtennis-Bezirksoberliga auf. Durch ihn kam Mikael zum Tischtennis.

Der Achtjährige ist bei jedem Punktspiel seines Vaters dabei – sogar auswärts. Klar, dass Mikael irgendwann selbst den Schläger in die Hand nahm. „Am Anfang hat er zu Hause gegen die Wand gespielt“, erzählt seine Mutter Nicole. „Auch der Küchentisch ist schon zur Tischtennisplatte umfunktioniert worden.“

Vor eineinhalb Jahren erst begann Mikael Hartstang mit Tischtennis – in Niedersachsen gehört er aber schon jetzt zu den Besten seines Jahrgangs.

Foto: jab



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige