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Golod verliert knapp gegen DM-Finalisten / Magerkurth scheitert an starkem Niederländer

TC-Duo mit Top-10 Platzierung in Münster

Münster. „Am liebsten würde ich jetzt vor Wut in meine Klinge beißen“, ärgerte sich Vassili Golod nach seinem Achtelfinal-Aus beim Internationalen Turnier in Münster. Der 20-Jährige war zurecht enttäuscht, denn die Sensation schien zum Greifen nah.

veröffentlicht am 09.09.2013 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

Vassili Golod

Münster. „Am liebsten würde ich jetzt vor Wut in meine Klinge beißen“, ärgerte sich Vassili Golod nach seinem Achtelfinal-Aus beim Internationalen Turnier in Münster. Der 20-Jährige war zurecht enttäuscht, denn die Sensation schien zum Greifen nah. Bereits im ersten Drittel lag der Hamelner mit 1:8 gegen den Bonner Marian Alexander Vesper zurück. Der ist amtierender Deutscher Vize-Meister bei den Junioren (U20) und gehörte lange Zeit dem Bundeskader im Nachwuchsbereich an. Doch Golod kämpfte aufopferungsvoll und glich aus. „Ich habe gemerkt, dass da noch was geht. Mein Fechtstil lag ihm nicht wirklich“, sagt Golod.

Als er im letzten Drittel den 12:14-Rückstand egalisierte, war plötzlich wieder alles offen. Nur ein Treffer fehlte zum Einzug in das Viertelfinale. Vesper startete einen langen Angriff, Golod hielt sein Florett lediglich rein und musste sich am Ende mit der knappen 14:15-Niederlage abfinden. „Beim Stand von 14:14 habe ich einfach zu viel nachgedacht, hatte zu viele Aktionen im Kopf“, analysiert Golod. „Wahrscheinlich hätte ich selber angreifen müssen. Aber: Hätte, hätte, Fahrradkette.“ Unterm Strich bleibt für den Studenten ein ordentlicher 9. Rang.

Während sich Golod mit fünf Siegen und zwei Niederlagen souverän für die Direktausscheidung qualifizierte, musste Teamkollege Malte Magerkurth mit nur zwei Siegen sogar ein bisschen zittern. Der 23-Jährige meldete sich in der Direktausscheidung jedoch eindrucksvoll zurück: Zunächst fertigte er den erfahrenen Niederländer Rick van der Weide vom SC Amsterdam mit 15:3 ab und gewann anschließend ebenso deutlich mit 15:5 gegen den an Position zwei gesetzten Henrik Sennstock vom MTV Giessen.

Dann kam es zum Vereinsduell der beiden TC-Fechter. Trotz starker Vorrunde fand Golod nicht in seinen Rhythmus, Magerkurth schaltete dagegen den Turbo ein und siegte schon im ersten Drittel mit 15:5. „Malte war sehr stark, hat seine Chancen eiskalt genutzt und von Anfang an dominiert. Ich habe viele Fehler gemacht und selbst gut herausgearbeitete Angriffe vorbeigesemmelt“, so Golod nach der deutlichen Pleite gegen seinen Kumpel.

Für ihn war nach dem anschließenden Gefecht ebenso Endstation wie für Magerkurth, der mit 7:15 gegen den Niederländer Dirk van Egmond unterlag. „Das war absolut unnötig“, ärgerte sich der 23-Jährige, der am Ende auf einem guten 7. Platz landete. Den Sieg beim Internationalen Turnier in Münster sicherte sich Routinier Oliver Noack von der TB Burgsteinfurt, der sich in einem hochklassigen Finalgefecht mit 15:11 gegen seinen Teamkollegen Klas-Moritz Kossel durchsetzte.

Erfreulich: Die TC-Fechter waren mit ihren Top-10 Platzierungen die besten Niedersachsen und verteidigten damit die ersten beiden Plätze in der Aktiven-Rangliste. Beide Fechter befinden sich damit zur Zeit auf DM-Kurs. „Wenn wir so weitermachen ist uns die Quali nicht mehr zu nehmen“, sagt Golod.



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