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Cross-Triathlon: Europameister aus Hameln will Titel in Transsilvanien verteidigen

„Tanz der Vampire“ mit Scott Anderson

TARGU MURES. Wenn die Mutter mit dem Sohne..., dann steht bei der Hamelner Triathlon-Familie Anderson stets etwas Außergewöhnliches an. So auch am Samstag, wenn Britta und Scott Anderson beim „Tanz der Vampire“ kräftig mitmischen wollen.

veröffentlicht am 26.07.2017 um 13:27 Uhr

Scott Anderson. Foto: nls

Autor:

Matthias Henning
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Auf dem Programm steht der „Transilvania-Cross-Triathlon“ im rumänischen Targu Mures (früher Neumarkt am Mieresch) – und bei dem geht es auch um den europäischen Titel. Genau diesen hatte Scott Anderson sensationell im Vorjahr in Valle de Jeux gewonnen. Sein Ziel ist klar: Die Titelverteidigung. Für Britta Anderson wird es die Premiere im Cross-Triathlon. „Ich wollte nur mein neues Mountainbike ausprobieren“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Denn die Meldung war kein Selbstläufer. „Man muss bei der deutschen Triathlon Union seine Startwillen bekunden, die prüfen die bisherigen Leistungen und entscheiden.“ Bei der Hamelnerin haben sie ja gesagt, ihre bisherigen Erfolge haben auch die Offiziellen überzeugt. Und so misst sich die TW-45-Seniorin nun mit der europäischen Konkurrenz.

Bei Ehemann Ian Anderson hatte das nicht geklappt. „Er ist ja britischer Staatsbürger und dort sind die Melde-Modalitäten anders. Als wir uns entschieden hatten, gemeinsam mit Scott nach Rumänien zu fahren, war bei den Briten die Meldefrist schon vorbei“, meinte Britta Anderson. So musste Ian seinen Start schweren Herzens canceln und fährt nur als Betreuer mit. „Das ist für uns natürlich nicht schlecht. So haben wir professionelle Betreuung“, meinte die Ehefrau. Im 170 000 Einwohner zählenden Targu Mures stehen zunächst 1000 Meter im See am Sportcomplex an. Ab dann unterscheidet sich das Rennen von normalen Triathlons. Mit dem Mountainbike geht es erst 3,75 Kilometer zum Wald. Dort ist der Rundkurs (5 km)viermal zu absolvieren. „Der ist technisch sehr anspruchsvoll“, weiß Britta Anderson. 100 Höhenmeter und kein leichter Untergrund sind in jeder der vier Runden die Herausforderungen.

Die zweite Wechselzone, in der das Rad gegen Laufschuhe getauscht wird, befindet sich im Wald. Und auch der Crosslauf-Kurs ist mit steilen Anstiegen gespickt. „Diese 3,1 Kilometer lange Schleife müssen wir zweimal laufen.“

Erst dann steht das Resultat des Familienausfluges in die transsilvanischen Wälder fest. Bisse von bösen Blutsaugern sollen es nicht unbedingt sein. Biss zeigen wollen sie dagegen schon. Denn Blut geleckt haben beide Andersons am Cross-Triathlon bereits.

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