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Leichtathletik: Zehnkampf in Ratingen wird für Patrick Scherfose zum Waterloo

Taipeh bleibt ein Traum

RATINGEN. Das Mehrkampf-Meeting in Ratingen ist für die deutschen Zehnkämpfer das Mekka, stimmungsvoll und zumeist Qualifikationswettkampf für internationale Meisterschaften. Für Patrick Scherfose von der LG Weserbergland wurde das Meeting statt Mekka allerdings zum Waterloo.

veröffentlicht am 25.06.2017 um 19:11 Uhr

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Autor:

Matthias Henning
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Mit 7365 Punkten blieb er als Achter im Zehnkampf deutlich unter den erträumten 7900 Zählern, die für ihn das Ticket zur Universiade nach Taipeh bedeutet hätten.

An den Bedingungen in Ratingen lag es jedenfalls nicht. „Die waren sehr gut. Immerhin haben auch zwei die WM-Norm geschafft“, sagte Landestrainerin Beatrice Mau-Repnak. Hinter Sieger Rico Freimuth (8663) gelang das auch Scherfoses Trainingskamerad Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied/8478).

Bei Scherfose war nur der Start gut. 11,02 Sekunden über 100 Meter waren der erhofft Motivationsschub. Doch schon beim Weitsprung (6,93 m) blieb der Satz deutlich über die Sieben-Meter-Marke aus. Nach dem Kugelstoßen (14,01) und Hochsprung (1,86) lief auch die 400-Meter-Runde enttäuschend. Unter 50 Sekunden war die Hoffnung, 50,91 Sekunden die Realität.

Doch trotz der nur 3834 Punkte vom ersten Tag zeigte Scherfose beim Auftakt des zweiten Tages Ehrgeiz. Die Saisonbestzeit von 14,60 Sekunden über 110 Meter Hürden ließen wieder hoffen, der Diskuswurf auf 42,57 Meter auch. „Doch dann kam der tiefe Fall“, urteilte Mau-Repnak. Bildlich gesehen, denn so tief wie erhofft war der Fall im Stabhochsprung nicht. Nur 4,60 Meter schaffte Scherfose statt der erwarteten 5,10 Meter. Da fehlten auf einen Schlag mindestens 150 Punkte in der Bilanz. „Danach war der Kopf dicht“, meinte Mau-Repnak. Im Speerwurf (48,42) und über 1500 Meter (4:59,95) wickelte Scherfose den Zehnkampf nur noch ab. 200 weitere Punkte gingen so verloren und auch die Saisonbestmarke von 7562 Punkten blieb in weiter Ferne.

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