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Der TC hat den asiatischen Kampfsport erfolgreich in Hameln etabliert

Taekwondo boomt

Hameln. Taekwondo boomt – auch beim TC Hameln. Kurz nachdem die noch junge Sparte im November 2001 beim Turn-Club aus der Taufe gehoben wurde, zählte sie gerade einmal 57 Mitglieder. Inzwischen sind es weit über 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich mit der koreanischen Kampfkunst fit halten. Tendenz steigend.

veröffentlicht am 24.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

Thilo Schinke

Dass sich die seit dem Jahr 2000 olympische Sportart auch in Hameln so großer Beliebtheit erfreut, hatte anfangs selbst der Vereinsvorstand um TC-Chef Dr. Wolfgang Kurbjuhn so nicht erwartet. „Es ist schon beispielhaft. Die Entwicklung der Abteilung, vor allem die Konstanz über so viele Jahre, spricht eindeutig dafür, dass hier qualitativ gut gearbeitet wird.“ Neben dem bereits 1996 gegründeten Redfire-Kampfsportteam aus Bad Münder, einem der größten und erfolgreichsten Taekwondo-Abteilungen in ganz Deutschland, ist auch der TC seit Jahren im Aufwind. Nicht nur was die Mitgliederzahlen angeht, sondern auch was die sportlichen Erfolge betrifft. In den vergangenen Jahren wurden bei Turnieren und Meisterschaften viele Gold-, Silber- und Bronzemedaillen errungen. Ein Team des TC war am vergangenen Wochenende bei den 7. Internationalen Norddeutschen Meisterschaften im Vollkontakt-Taekwondo in Pinneberg am Start. Dort lief es für die TC-Talente Sebastian Wyrwich und Ardian Krasniqi, die bei der B-Jugend (bis 41 kg) den 7. und 8. Platz belegten, Mark Tchervov (Platz 7, C-Jugend/bis 38 kg) und Tim Luca Derksen (Platz 3/C-Jugend/ bis 34 kg) nicht ganz so gut wie erhofft. „Jetzt gilt es sich intensiv auf die nächsten Wettkämpfe vorzubereiten“, sagt TC-Trainer Manfred Thiele, der Taekwondo komplett anders vermitteln will, „als ich es gelernt habe. In einer Atmosphäre, die Spaß macht“.

Das spürt man auch im Training, wenn die Taekwondo-Sportler – mit Schutzausrüstung – gegeneinander kämpfen. „Sportlich fair“, wie Thiele betont. Beim Kampf wird zwar mit voller Kraft getreten und geschlagen, aber durch die Schützausrüstung (Kampfweste, Kopf-, Arm- und Schienbeinschützer) und die Regeln ist laut Thiele das Verletzungsrisiko geringer, als in vielen anderen Sportarten – wie zum Beispiel dem Handball. Würfe (wie beim Judo) oder Tritte gegen die Beine des Gegners (wie beim Kickboxen) sind tabu. Fußtritte und Faustschläge dürfen wegen der Verletzungsgefahr nur auf die Kampfweste treffen. Kopftreffer sind nur mit dem Fuß erlaubt. Taekwondo ist zwar eine Kampfsportart, aber kein typischer Männersport. Es gibt auch viele Frauen, Kinder und Jugendliche – besonders beim TC.

Von sieben bis 50 Jahren ist beim Training nahezu alles vertreten, mehr als ein Drittel ist weiblich. Maja, sechs Jahre alt, ist seit einem Jahr dabei. Der Grund war ihre 16-jährige Schwester Michelle, die selbst aktiv ist. „Eigentlich fängt man erst mit sechs oder sieben an. Aber Maja hat schon mit fünf Jahren angefangen“, erzählt ihre Mutter Monika Zirpel. Ihren beiden Töchtern macht es jedenfalls viel Spaß: „Man merkt wirklich, wie das Selbstbewusstsein bei den Kindern steigt.“ Aber auch für Senioren ist die Sportart geeignet, denn im Taekwondo wird nahezu jeder Muskel beansprucht, der Rücken gestärkt, das Herz-Kreislauf-System trainiert und die Beweglichkeit der Muskeln und Sehnen verbessert.mit aro



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