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Crosstriathlon: Britta Anderson Vierte – Sohn Scott gibt verletzt auf

Sturz lässt WM-Traum platzen

SVENDBORG. Bei Crosstriathlon-WM in Svendborg auf der dänischen Insel Fünen hat Britta Anderson (ESV Eintracht Hameln, TM50) als Vierte eine Medaille knapp verpasst. Ihr Mann Ian wurde Neunter der TM-50-Klasse und ihr Sohn Scott schied nach einem Radsturz verletzt aus.

veröffentlicht am 12.07.2018 um 13:42 Uhr

Triathlon-Trio: Vater Ian Anderson und sein Sohn Scott im britischen Nationaltrikot, Mutter Britta im deutschen. Foto: privat
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Die Crosstriathlon-WM in Svendborg auf der dänischen Insel Fünen stand für Scott Anderson unter keinem guten Stern: Erst ein Sturz im Training, dann eine regelrechte Qualleninvasion beim Schwimmen. Damit nicht genug: Mit seinem Mountainbike fuhr der in Hameln aufgewachsene Triathlet auf der 15-Kilometer-Schleife im Naturschutzgebiet auf einen schlecht sichtbaren Baumstumpf auf und stürzte so schwer, dass er verletzt aufgeben musste, weil er links die Schulter und das Handgelenk nicht mehr belasten konnte.

„Das ist sehr, sehr schade, denn ich lag bereits nach dem Schwimmen in Führung und habe den Vorsprung auf dem Rad ausgebaut. Die Enttäuschung ist riesengroß. Wer weiß, was ohne Sturz drin gewesen wäre…“

2016 wurde Scott Anderson in seiner Altersklasse Europameister, 2017 gewann er EM-Silber und 2018 war der Weltmeistertitel sein großer Traum, der durch den Sturz wie eine Seifenblase platze. Bei der Crosstriathlon-WM war die Familie Anderson sogar zu dritt am Start: Vater Ian und sein Sohn Scott im britischen Nationaltrikot, Mutter Britta im deutschen. Die 1000 Meter im Hafenbecken von Svendborg auf der Insel Fünen meisterte das Triathlon-Trio noch mit Bravour. „Es lief für uns alle sehr gut. Wir kamen jeweils in der Spitze unserer Startgruppen aus dem Wasser“, sagte Britta Anderson.

Ihr ging es auf der technisch „extrem schwierigen Radstrecke“ mit viel losem Geröll und Wurzeln sowie steilen Abfahrten und scharfen Kurven nur etwas besser als ihrem Sohn Scott: „Ich bin mehrfach gestürzt, konnte aber weiterfahren, wenn auch etwas lädiert.“

Einzig Familienoberhaupt Ian Anderson kam sturzfrei über die Radstrecke. Beim abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf entlang der Küste mobilisierten die beiden verbliebenen Anderson ihre letzten Kräfte und überholten auf den Steilhängen und sandigen Strandabschnitten noch Konkurrenten. Ian Anderson belohnte sich nach 2:44:33 Stunden mit dem neunten Platz bei den TM50-Senioren, Britta Anderson kam bei ihrem zweiten WM-Start, diesmal im Crosstriathlon, in 3:14:49 Stunden der TW50-Klasse ins Ziel: „Trotz der extrem schwierigen Rad- und kräftezehrenden Laufstrecke habe ich einen guten vierten Platz belegt und die Medaille nur knapp verpasst.“aro/mha

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