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Die Hamelner Boomtown Ratz und ihr harter Kern / Noch zwei Teams im Einsatz

Sie haben Hockey im Blut

Hameln. Was machen eigentlich die Boomtown Ratz? Es ist still geworden um die einst so erfolgreichen Hallenflitzer aus Hameln. Es gibt sie aber noch, denn out sind andere Sportarten, Inline-Hockey bleibt in. Immer wieder montags jagen die Ratz durch die Vikilu-Sporthalle. Ohne regelmäßiges Training läuft auch hier nichts. Also rein in die sperrige Schutzausrüstung, die Inliner schnüren und den Schläger in die Hand. Zwar ist der kleine Gummiball kein Puck, aber wenn es dann auf dem Hallenboden so richtig zur Sache geht, weht auch ein leichter Hauch von Eishockey durch die Sporthalle des Gymnasiums.

veröffentlicht am 27.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

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„Hameln war eigentlich noch nie eine Hockey-Hochburg,“ meint Claus Fürstenberg, seines Zeichens Kapitän der Senioren-Mannschaft und langjähriger Nachwuchstrainer. Trotzdem kann er mit den Ratz auf eine äußerst erfolgreiche Historie zurückblicken. 2006, 2007 und 2008 gewann die Schülermannschaft gleich dreimal in Folge die Norddeutsche Meisterschaft. Schöne Zeiten.

Die sind zwar längst vorbei, doch die Schüler- und die Herrenmannschaft spielen immer noch in der Norddeutschen Liga. Nur eben nicht mehr so erfolgreich wie früher. Von 16 bis 48 Jahren sind Spieler aller Altersklassen vertreten. Ein Jugendteam gibt es nicht mehr.

„Der harte Kern erhält den Verein am Leben. Spieler kommen und gehen. Das war vor einigen Jahren aber ja auch schon so und ist nichts Neues,“ meint Dauerbrenner Fürstenberg. Vor diesem Problem stehen aber nicht nur die Boomtown Ratz. So sind auch Teams wie die Celle Oilers mal eine Saison dabei, dann steigen sie aus personellen Gründen mal wieder aus. Ein steter Wandel eben.

Doch letztlich soll bei den Ratz immer noch der Spaß am Sport im Vordergrund stehen, auch wenn manche Gegner darüber anders denken und die Dinge todernst nehmen. Nur eines darf nicht fehlen: die Leidenschaft. Die ist aber da, denn bei den Ratz haben alle Hockey im Blut. Natürlich auch Fürstenberg. Inlinehockey ist ein überaus schneller und interessanter Mannschaftssport, nur leider kein billiger. „Bei der Ausrüstung ist die Schmerzgrenze dann meist schnell erreicht, obwohl sich der Verein beteiligt“, weiß der Trainer. Inliner, Schlagschutzhose, Handschuhe, Helm und Schläger – das kostet. Aber wer diesen Sport wirklich liebt, der findet auch einen Weg, ihn zu spielen.



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