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Taekwondo-Ass Bartling feiert Premiere bei der Universiade in Gwangju

Selina und das Abenteuer Südkorea

Gwangju. Wo sie ist, ist meistens oben. Sie kennt ihren Weg, denn mit Faust und Fuß macht ihr auf der Matte so schnell keine mehr auf etwas vor. Taekwondo-Ass Selina Bartling ist Wettkampf erprobt und stellte ihre große Klasse bereits mehrfach auf nationaler und europäischer Ebene im Technik-Wettbewerb (Poomsae) mit zahlreichen Medaillengewinnen unter Beweis. Bis jetzt, denn nun betritt die Kampfsportlerin von Redfire Bad Münder auch erstmals die Weltbühne. Wieder eine Stufe höher auf der Karriereleiter und gleichzeitig auch ein überaus spannendes Abenteuer, bei dem in erster Linie Konzentration gefragt ist. In Südkorea – genauer gesagt in Gwangju – feiert die 22-jährige Studentin aus Coppenbrügge im Kreis von 13 000 anderen Athleten aus aller Herrenländer ihre Premiere bei der Sommer-Universiade. Das aber auch mit einem klaren Auftrag: Sie soll Deutschland würdig in den anstehenden Duellen vertreten. Aber wer zweifelt bei ihrem großen Talent schon daran? Wohl keiner.

veröffentlicht am 04.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Roland Giehr

Autor

Sportredakteur zur Autorenseite

Nach einer dreizehnstündigen Flugreise hat sich Selina Bartling mittlerweile vor Ort im Athletendorf akklimatisiert und wird dann am Montag ihren ersten Einsatz bei den Weltspielen der Studenten haben. Insgesamt vier Frauen und vier Männer bilden das deutsche Taekwondo-Team in Südkorea. „Eine von den wenigen Auserwählten zu sein, ist schon eine große Ehre für mich“, meint die Schwarzgut-Trägerin und blickt einer hochinteressanten Zeit in Südkorea entgegen.

Verbunden mit Hoffnungen auf einen sportlichen Erfolg, auch wenn es nicht unbedingt gleich die Goldmedaille sein muss. Aber eben so weit kommen, wie möglich. Und wenn Fortuna will, kann es auch in Südkorea weit gehen.

Selina Bartling sieht zwar die Starter des Gastgeberlandes klar im Vorteil, schließlich wurde Taekwondo Ende des 19. Jahrhunderts einst dort entwickelt, aber Angst vor der starken Konkurrenz hat sie nicht. „Ich will mein Bestes geben und lasse mich überraschen,“ geht sie mit einer gesunden, aber auch respektvollen Einstellung an ihre Aufgaben heran. Nur der Spaß darf dabei nicht zu kurz kommen. Die junge Coppenbrüggerin freut sich dabei ganz besonders auf die Eröffnungsfeier, bei der die Gastgeber sicherlich alle Register ziehen und ein wahres asiatisches Feuerwerk abbrennen werden. Und wer schon einmal im Mutterland des Taekwondo verweilt, der möchte vor Ort auch noch einiges dazulernen. Eigentlich so viel wie möglich.

Geht auch Selina Bartling so. „In Südkorea sind die Trainingsmethoden noch etwas fortgeschrittener, vor allem im Bereich der Beintechnik“, will sie die günstige Gelegenheit beim Schopfe packen, um ihre Gegnerinnen dann in Zukunft bei Wettkämpfen noch mehr ärgern zu können.



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