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Leichtathletik: Nach Thorpe-Cup denkt er über Rücktritt nach

Scherfoses letzter Zehnkampf?

FAYETTEVILLE. Die Serie der deutschen Zehnkämpfer beim Thorpe-Cup, dem Vergleichskampf mit den USA, ist gerissen. In Fayetteville/Arkansas gab es nach zuvor sechs deutschen Siegen in Folge nun wieder eine Niederlage. Die konnte auch Patrick Scherfose (LG Weserbergland) als zweibester Deutscher nicht verhindern.

veröffentlicht am 01.08.2016 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

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Die sieben Amerikaner kamen auf 38845 Punkte, 1418 mehr als die Deutschen. Dass Scherfose mit seinen 7576 Punkten immerhin Nummer zwei seines Teams war, tröstete wenig, es war im Gesamtklassement nur Rang acht. „Die Amerikaner haben sich keine Schwäche geleistet“, meinte Scherfose. Nach der 100-Meter-Saisonbestzeit von 11,06 Sekunden wurde der Weitsprung zur Windlotterie. Nach zwei ungültigen Versuchen kam der Weserbergländer bei einem Sicherheitssprung nur auf 6,99 Meter. 14,42 Meter mit der Kugel und 1,90 Meter im Hochsprung waren solide, aber bei der 400-Meter-Runde (51,49) fehlte die Kraft. „Der Lauf war um 21.30 Uhr US-Zeit. Da wir erst zwei Tage vorher angereist waren, wäre das in Deutschland 3.30 Uhr in der Nacht gewesen“, erklärte Scherfose die Differenz von rund 130 Punkten zu seiner Bestleistung. Auch zum Start am zweiten Tag bei 33 Grad Celsius war Scherfose noch nicht richtig fit. 14,66 Sekunden (110-Meter Hürden) und 43,26 Meter mit dem Diskus folgte sein Highlight. 5,05 Meter im Stabhochsprung – persönliche Bestleistung. „Endlich konnte ich das Potenzial abrufen, das in mir steckt. 5,05 Meter bedeuten im weltweiten Vergleich eine Top-Höhe im Zehnkampf“, jubelte Scherfose, der 49,69 Meter mit dem Speer und 1500 Meter in 4:58,04 Minuten folgen ließ. „Ich hatte mich seit dem Stabhochsprung mit Kaffee wach gehalten. Zudem war der letzte Lauf gefühlt wieder mitten in der Nacht.“ Danach kam Scherfose ins Grübeln. „Wenn ich die besten Leistungen aus meine drei Zehnkämpfe bei Kälte in Marburg, Regen in Ratingen und Hitze in Fayetteville zusammenpacke, komme ich auf 7880 Punkte.“ Das Ergebnis hatte Scherfose sich für seinen besten Zehnkampf des Jahres vorgenommen. „Leider habe ich die Leistungen nur verteilt über drei Zehnkämpfe abliefern können.“

Auf der anstehenden Südamerika-Urlaubsreise und dem Besuch des Zehnkampfs bei den Olympischen Spielen in Rio will Scherfose nun in sich gehen, analysieren und überlegen, ob Fayetteville sein letzter Zehnkampf war: „Aber es muss sacken. Derzeit bin ich mental wie physisch unfassbar erschöpft von der abgelaufenen Saison.“ mha



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