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Superschwergewichtler des SC Saaletal kämpft bei deutscher Junioren-Meisterschaft um den Titel

Ring frei für Falke

Coppenbrügge. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes derzeit der größte Boxer im Sportclub Saaletal. Mit 1,97 Meter Körpergröße überragt Superschwergewichtler Hendrik Falke nicht nur seine Faustkämpfer-Kollegen um Haupteslänge, sondern steht auch leistungsmäßig an der Spitze. Denn vor zwei Jahren kämpfte er sich als Jugendlicher bis ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften durch, unterlag hier seinem Gegner nur hauchdünn nach Punkten. Nach einem Handbruch im Vorjahr, den er sich beim Fahrschulunterricht mit dem Motorrad zuzog und der ihn ein Jahr außer Gefecht setzte, kehrte der gebürtige Coppenbrügger, der derzeit eine Ausbildung in der Landwirtschaft absolviert, in diesem Jahr in den Boxring zurück. Ab heute will der Blondschopf in Hamburg endlich das bereits im Vorjahr verhinderte Ziel realisieren: Sich endlich den DM-Titel bei den U-19-Kämpfern holen. Denn laut Landestrainer Michael Gratschow zählt der Schützling von Benstorfs Cheftrainer Helmut Unger zu den größten Talenten, die ihm je unter die Fäuste gekommen sind.

veröffentlicht am 30.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Hendrik Falke, wie lässt sich Ihr harter Ausbildungsjob mit dem Boxsport in Einklang bringen?

Ich bin zwar bei meiner Tätigkeit in der Landwirtschaft ganz schön gefordert, freue mich aber trotzdem auf die wöchentlichen Trainingsabende im Verein. Unverzichtbar ist für mich auch das regelmäßige Training im Olympiastützpunkt Gifhorn. Dort erhalte ich von den Landestrainern noch wertvolle Tipps sowie den letzten Schliff für die Meisterschaften.

Wie haben Sie sich auf die deutsche Meisterschaft in Hamburg vorbereitet?

Ich habe das Training, sofern es der Beruf erlaubte, noch einmal intensiviert. Außerdem bin ich drei Tage vor Beginn der Meisterschaft in den Olympiastützpunkt gefahren, um von dort bestens vorbereitet an die Elbe zu reisen.

Wer betreut Sie bei den Boxkämpfen?

Neben dem Landestrainer wird auch Helmut Unger an meiner Seite sein. Und wie ich seine boxsportverrückte Familie mit Hajrma, Florian und meinem großen Vorbild Christian kenne, wird auch sie präsent sein, mich genau im Ring beobachten und mir zugleich die Daumen drücken.

Wo liegen ihre Stärken und wo gibt es noch Schwächen, die es auszumerzen gilt?

Auf meine Führ- und Schlaghand kann ich mich verlassen. Beide erreichen meist ihr Ziel. Lediglich an meiner Deckung muss ich noch feilen, sie ist noch verbesserungsfähig. An Kondition und Technik gibt es kaum was auszusetzen.

Wie sieht eigentlich Ihre bisherige Bilanz im Ring aus?

In meiner vierjährigen Karriere habe ich von zwölf Kämpfen neun gewonnen, möchte aber noch viele weitere Siege feiern, so schon bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften an der Alster. Wer mir hier vor die Fäuste kommt, ist noch nicht bekannt. Was ich aber weiß: Es werden alles starke Kämpfer aus den anderen Bundesländern sein, die erst einmal besiegt werden wollen.

Interview Rolf Henning Schnell



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