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Rückblicke, Ausblicke und Einblicke: Leichtathletik-Trainer Werner Scharf im Dewezet-Interview

„Quatsch! Es geht nicht um jung oder alt“

Region Weserbergland. Die LG Weserbergland ist das Leichtathletik-Zentrum zwischen Hameln, Holzminden und – seit dem Anschluss einiger Schaumburger Topathleten – Stadthagen schlechthin. Die Dewezet sprach mit Trainer Werner Scharf über Rückblicke, Ausblicke und Einblicke.

veröffentlicht am 20.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Wie erfolgreich war das Jahr 2014 für die LGW?

Ziemlich. Unser Schüler-Athlet Lennart Granzow ist sogar zweimal deutscher Vizemeister geworden, Senior Nils Benze war national wie international erfolgreich am Start und auch die Frauen-Staffeln haben mir Freude bereitet – auch wenn wir durch die Verletzung von Nina Giebel bei der DM dort nicht ganz das zeigen konnten, was wir wirklich können.

Mit Johanna Lohmann und Jana Loock haben sie zwei Topsprinterinnen dazugekommen, die schon über 30 sind. Wird die Staffel alt?

Quatsch. Es geht nicht um jung oder alt, sondern um gut oder schlecht. Dass man ab 25 nichts mehr erreichen kann, war früher. Speziell die beiden können durch die Verbesserung des Laufstils sogar noch schneller werden.

Und was macht der Nachwuchs?

Den haben wir natürlich auch. Durch den Anschluss des PSV Stadthagen haben wir fünf echte Kracher dazubekommen – nicht nur die deutsche Meisterin Merle Homeier. Das lässt für die 4 x 100- und 4 x 400-Meter-Staffel bei der Jugend einiges erwarten.

Und wie sieht es mit dem selber herangezogenem Nachwuchs aus?

Auch da haben wir in Hameln und Stadtoldendorf große Gruppen bei den Acht- und Neunjährigen – und auch Talente dabei. W-11-Schülerin Luisa Hundertmark zum Beispiel. Auch ihre Mutter sprintete einst bei uns. Die Tochter ist schon jetzt schnell. Erst vor wenigen Tagen ist die die 50 Meter in Düsseldorf in 7,33 Sekunden gerannt.

Ist die LG Weserbergland eigentlich nur ein Sprint-Verein?

Unsere Schwerpunkte liegen im Sprint, aber auch im Sprung und Mehrkampf. Man darf nicht vergessen, dass mit Patrick Scherfose der beste Zehnkämpfer Niedersachsens von der LGW kommt. Und auch Lennart Granzow und Mara Zielonka sind ja Mehrkämpfer.

Da fehlen noch die Werfer. Wie sieht es mit den starken Männern und Frauen aus?

Werfer sind ein Problem. Für die Mannschaftswettbewerbe haben wir die Mehrkämpfer, die ja auch mit Kugel, Speer und Diskus umgehen können. Aber reine Werfer sind Fehlanzeige. Das letzte Mal, dass ein Hammerwurf bei uns ausgetragen wurde, war, als es um eine Wette zwischen den Trainern ging. Aber da musste man echt Angst haben, dass der Athlet weiter fliegt als der Hammer. Interview: Matthias Henning



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