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Ursula von der Leyen drückt Tochter Victoria beim Hamelner Reitturnier die Daumen

Prominenz am Parcours

Hameln-Pyrmont. „Ist sie das nicht? Ja genau, das ist sie“. Die zahlreichen Reitsportfans rieben sich beim großen Hamelner Herbstturnier an Töneböns Teichen ein wenig verwundert die Augen, denn urplötzlich stand sie quasi in ihrer Mitte: Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Diesmal war sie allerdings einmal nicht im Dienste Deutschlands unterwegs sondern aus rein privaten Gründen. Flankiert von zahlreichen Bodyguards hatte Frau Ministerin aber dennoch einen wichtigen „Spezial-Auftrag“ zu erfüllen. Sie drückte ihrer Tochter Victoria als Zuschauerin am Spring-Parcour kräftig die Daumen. Die war mit ihren beiden Pferden „Batida de Coco“ und „Cockney“ gleich fünfmal am Start und schaffte mit Platz 12 im M-Springen ihr bestes Ergebnis. „Die Ministerin hat sich in der Mittagszeit sogar einen Krautsalat genehmigt und sich völlig ungezwungen zwischen den Zuschauern bewegt“, schwärmte Hamelns 2. Vorsitzender Andreas Menke von dem fast vierstündigen Überraschungsbesuch.

veröffentlicht am 08.09.2014 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

Aber auch so hatte das große Herbstturnier einiges zu bieten, reichte die Wettbewerbspalette vom Einfachen Reiterwettbewerb bis zu den anspruchsvollen S-Prüfungen. Einmal mehr nutzte der Kreisreiterverband auch die tolle Kulisse, um seine besten Dressur- und Springreiter zu ermitteln. Mittlerweile ist der Kampf um die blauen Schärpen allerdings zu einer reinen Domäne der Amazonen geworden. Alle 16 Starter gehörten dem vermeintlich schwachen Geschlecht an, lieferten sich in den ausgeschriebenen L-Prüfungen aber durchweg harte Platzierungskämpfe.

In der Dressur hatte Karola Suter vom RV Bisperode die Nase vorn. Die Emmerthalerin kam mit ihrer zehnjährigen Hannoveraner Fuchsstute „Leonie R“ auf 61,00 Punkte und verwies Anette Wehrmann (RV Hameln) auf „Gentle Giant 14“ mit 56,00 Punkten sowie Wiebke Timmermann (Bad Pyrmont) auf „Penelope 332“ mit 51,10 Punkten auf die Plätze. „Obwohl ich schon 30 Jahre im Sattel sitze, ist das mein erster Titel“, freute sich die 46-Jährige, als ihr Hans-Wilhelm Vogeley und Kreisreiterboss Rudolf Dreischer die Schärpe umhängten. Beim Springen dominierte zum zweiten Mal nach 2012 Luisa Marie Wolf aus Nienstedt. Die 17-jährige Gymnasiastin holte sich mit ihrem elfjährigen Welsh-Pony „Triumph 16“ mit 58,00 Punkten knapp den Titel vor Vereinskameradin Jessica Widera auf „Cosima 209“ (57,00) und Silke Möller (RV Stift Fischbeck), die mit 50,10 Punkten allerdings schon weit zurücklag. rhs/ro

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Meisterlich in Hameln: Karola Suter (links) und Luisa Marie Wolf


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