weather-image
10°

Kreissportbünde gehen neue Wege

Pilotprojekt wird heute unterzeichnet

Abspecken ist beim Landessportbund (LSB) Niedersachsen angesagt – und zwar drastisch. Bis zum Jahr 2015 soll die aktuelle Zahl von derzeit 48 Stadt- und Kreissportverbänden deutlich reduziert werden. Die Zukunft ist beim LSB klar definiert: auf maximal 25 Verbände soll die Anzahl in den kommenden fünf Jahren heruntergefahren werden. Das niedersächsische Pilotprojekt startete bereits am 1. Juni 2010. Seit mehr als vier Monaten läuft eine Kooperation zwischen den Kreissportbünden (KSB) Hameln-Pyrmont und Holzminden. Heute wird in Holzminden in Anwesenheit von dem auch für den Sport in Niedersachsen zuständigen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) die Vereinbarung offiziell von den Kreisvorsitzenden Fred Hundertmark (Hameln-Pyrmont) und Robert Hartmann sen. (Holzminden) unterzeichnet. Das Referenzmodell des LSB läuft zunächst bis zum 31. Mai 2012. Für Fred Hundertmark der richtige Schritt in die Zukunft: „Auf Dauer kann kaum ein Kreis allein die anstehenden Aufgaben erfüllen. Auch die immer umfangreicher werdende Bürokratie im Bereich des Landessportbundes fordert neue Wege.“ Da ist sein Holzmindener Kollege mit ihm einer Meinung.

veröffentlicht am 13.10.2010 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Kreissportbund-Vorsitzender Fred Hundertmark muss 14 Fachverbänd
Klaus Frye

Autor

Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Während beim KSB Hameln-Pyrmont die Aufgaben bislang ehrenamtlich erledigt wurden, arbeitet mit Robert Hartmann jun. im Nachbarkreis schon seit Jahren ein hauptamtlicher Geschäftsführer. Der war bereits über die Kreisgrenze hinaus bei TuSpo Bad Münder und dem Golf-Club Hameln aktiv. Vor allem in Bad Münder konnte der Fachmann für sportrechtliche Fragen große Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins mit klaren Aussagen und detaillierten Informationen schnell geraderücken. Das Ergebnis der zunächst für zwei Jahre genehmigten Kooperation, die vom LSB mit 20 000 Euro bezuschusst wird, ist völlig offen. „Ende 2011 werden wir uns zusammensetzen, Bilanz ziehen und entscheiden, wie es weitergeht“, sagte Hundertmark, der auch weiß, dass es unter den 14 Fachverbänden des Kreises Hameln-Pyrmont derzeit kein einheitliches Meinungsbild gibt: „Die liegen keinesfalls alle auf einer Wellenlänge.“

Rudolf Dreischer, der Vorsitzende des Kreisreiterverbandes, sieht vor allem große finanzielle Belastungen auf die Vereine zukommen. Für Fred Hundertmark durchaus verständlich, doch der KSB-Chef machte gleich deutlich: „Eine Kooperation geht nicht zum Nulltarif.“ Bis zum Ende des auf zwei Jahre festgeschriebenen Pilotprojektes bleiben die Mitgliedsbeiträge im Kreis Hameln-Pyrmont stabil. Doch wenn die Kooperation weitergeführt wird, sind Erhöhungen wohl nicht zu vermeiden. Hundertmark ist sich sicher: „Der Mindestbeitrag, den wir derzeit erheben, wird auf Dauer nicht reichen.“ Denn die Kooperation soll für eine verbesserte Servicequalität bei den Vereinen sorgen. Neben vielen kleinen Dingen hat der KSB Aufgaben zu erfüllen, die einen weitaus größeren Aufwand erfordern. So fallen nicht nur Übungsleiter-Entschädigungen für 250 Vereine an, auch die Förderung des Sportstättenbaus liegt in den Händen des Kreissportbundes. „Da ist es von Vorteil, wenn man mit Robert Hartmann auf einen erfahrenen Mann setzen kann, der beste Beziehungen zum Landessportbund pflegt“, ist für Hundertmark wichtig.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt