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Kreismeister und Weltmeister: Sprinter als Herr der Titel

Peter Nitschke – der „Blitz von Hameln“ wird heute 70

Wenn Peter Nitschke wie ein Pfeil aus den Startblöcken schnellte, sah die Konkurrenz noch nicht einmal mehr seine Hacken – eigentlich nur eine Staubwolke aus roter Asche. Und während sich alle noch verduzt die Augen rieben, war der 1, 68 Meter große Sprinter des VfL Hameln meist schon im Ziel. Die stete Hatz um wertvolle Sekunden und Zehntelsekunden bestimmte 40 Jahre seine überaus erfolgreiche sportliche Karriere als Leichtathlet. Mensch, wie die Zeit vergeht, denn heute feiert der „Blitz von Hameln“ bereits seinen 70. Geburtstag. Auch als dann später aus der staubigen Aschenbahn eine Tartanbahn wurde, war Nitschke nicht zu stoppen.

veröffentlicht am 04.06.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Wenn Peter Nitschke wie ein Pfeil aus den Startblöcken schnellte, sah die Konkurrenz noch nicht einmal mehr seine Hacken – eigentlich nur eine Staubwolke aus roter Asche. Und während sich alle noch verduzt die Augen rieben, war der 1, 68 Meter große Sprinter des VfL Hameln meist schon im Ziel. Die stete Hatz um wertvolle Sekunden und Zehntelsekunden bestimmte 40 Jahre seine überaus erfolgreiche sportliche Karriere als Leichtathlet. Mensch, wie die Zeit vergeht, denn heute feiert der „Blitz von Hameln“ bereits seinen 70. Geburtstag. Auch als dann später aus der staubigen Aschenbahn eine Tartanbahn wurde, war Nitschke nicht zu stoppen. Die Jagd nach Titeln und Rekorden ging immer weiter. Und davon gab es nun wirklich reichlich in der Zeit von 1959 bis 1999. Doch die Gesundheit machte plötzlich nicht mehr mit und die Laufbahn wurde zur Nebensache. Noch heute hält Nitschke allerdings den Kreisrekord der Männer über 100 Meter. „Das war 1963 in Gronau. Da bin ich 10,8 Sekunden gelaufen“, erinnert sich der Hamelner, der zwischenzeitlich auch für Hannover 96 und den MTV Herrenhausen startete. Seine großen internationalen Erfolge feierte der gelernte Teppichweber erst im reiferen Sprinter-Alter. Unter anderem wurde er 1991 im finnischen Turku Doppel-Weltmeister mit den deutschen Staffeln über 100 und 400 Meter und komplettierte damit gleichzeitig seine einzigartige Titelsammlung. „Als Einzelstarter hätte ich das auf internationaler Ebene wohl nie erreichen können“, meint Peter Nitschke. Dennoch: Vom Kreismeister bis zum Weltmeister – er hat alle Medaillen in seinem Trophäenschrank und ist damit wohl der erfolgreichste Leichtathlet im Kreisgebiet. Zwar zieht er die geliebten Spikes selber nur noch sporadisch an, einen ganz großen Traum gibt es aber noch im Hause Nitschke: „Ich bin Opa von vier Enkelkindern, alles Jungs und jeweils Zwillinge. Ich wünsche mir, dass sie mal in einer Staffel laufen und ich dabei sein kann, wenn sie einen großen Titel holen.“

Immer noch drahtig: Peter Nitschke vom VfL Hameln. Foto: haje


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