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Oh,weh! Golod bricht der Zeh

TC-Fechter überzeugt trotzdem bei der U 20-DM

veröffentlicht am 07.05.2013 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:21 Uhr

Weinheim. Oh, weh, der Zeh! Schon im ersten Gefecht bei der U20-DM in Weinheim zwischen Niedersachen und Berlin passierte dem Hamelner TC-Fechter Vassili Golod das äußerst schmerzhafte Malheur.

Sein Berliner Kontrahent Bert Ahrens – immerhin stolze zwei Meter groß – landete bei einem wuchtigen Angriff mit seiner Schuhsohle unglücklich auf der Fußspitze des Hamelners. Und schon war er hin, der „große Onkel“. Gebrochen, versteht sich. Doch Vassili Golod ist ein echter Musketier. Und der kennt keine Schmerzen. Obwohl es natürlich ein bisschen zwickte, führte der Hamelner das Team Niedersachsen als Kapitän noch in die weiteren Gefechte gegen Sachsen und Neuss und schließlich in die Direktausscheidung.

Dort war dann aber nach dem Duell gegen die kompakte Vertretung von Westfalen Endstation für Niedersachsens Florettfechter Yannik Jeremias, Vassili Golod, Enrique Pinto-Dominguez und Samuel Böhm.

„Vor lauter Adrenalin habe ich gar nichts mehr gespürt und nur noch von Treffer zu Treffer gedacht“, wunderte sich Golod. Auf der Heimreise dann nicht mehr, denn sein lädierter Zeh wurde immer dicker und dicker. Zuvor am ersten Wettkampftag in Weinheim war der TC-Fechter auch im Einzel bestens aufgelegt. Mit fünf Siegen und einer Niederlage qualifizierte er sich für die Direktausscheidung. „Das war auch mein Ziel“, so Golod, der dann aber sogar noch einen Sieg nachlegen konnte und Fabian Erdmann vom TV Alzey mit 15:12 bezwang. Danach ging aber auch für den Hamelner nichts mehr. In einem einseitigen Duell gegen den Bonner Niklas Parchatka zog er deutlich mit 5:15 den Kürzeren. Übrigens ein Gefecht unter Freunden. „Niklas und ich kennen uns, seit wir ganz klein sind. Er ist vor sechs Jahren aufs Internat nach Bonn gewechselt“, so Golod. Im Hoffnungslauf unterlag der TC-Fechter dann auch noch gegen Simon Unik aus Moers und landete in der Endabrechung auf dem 35. Platz von 96 Teilnehmern. „Unter dem Strich bin ich zufrieden.“ Jetzt legt der Florettspezialist für ein paar Wochen aber erst einmal die Füße hoch; denn der große Onkel wurde eingegipst. ali/ro



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